Deutsche Landschaften von oben

Terra X blickt auf unterschiedliche Landstriche

Dokumentation | Terra X - Deutsche Landschaften von oben

Weiter geht die Reise über das Land: Wir sehen Steinböcke im Allgäu, verfolgen Luchse, besuchen das einzige Wildpferd-Reservat Europas. Ein- und Aussichten in Naturschutzgebiete und Kulturlandschaften

Beitragslänge:
43 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 05.11.2017, 07:45
Produktionsland und -jahr:
2011
Altersbeschränkung:
Freigegeben ab 6 Jahren

Deutschlands Städte leuchten, wenn man unser Land vom Satelliten aus betrachtet. Doch zwischen den Lichtknoten der dicht bewohnten Gebiete liegen die viel größeren dunklen Flächen, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Aus der Vogelperspektive betrachtet erkennt man, dass Deutschland zwar ein Industrieland ist, noch viel mehr aber eines der waldreichsten Länder Europas - fast ein Drittel unserer Heimat ist von Wald bedeckt. Und Bäume bedeuten uns offenbar seit jeher mehr als den meisten unserer Nachbarn.

Letzten 500 Wildpferde

Steinböcke in den Oberstdorfer Alpen
Steinböcke in den Oberstdorfer Alpen Quelle: ZDF,Peter Thompson

Für die zweite Folge der neuen Staffel "Deutschland von oben" schwebt die Kamera über den Wipfeln von Eichen und Tannen, dem Inbegriff der deutschen Version von Romantik. Und weiter oben, oberhalb der Baumgrenze, schauen wir hinab in das Revier der Steinböcke und Gämsen auf 2500 Metern, auf halsbrecherisch steile Gebirgskämme und Abgründe an Geißhorn und Nebelhorn in den Oberstdorfer Alpen.

Dichter Mischwald im Alten Land bei Hamburg
Dichter Mischwald im Alten Land bei Hamburg Quelle: ZDF,Peter Thompson, colourFIELD

Und im abgelegenen Nationalpark Berchtesgadener Land begleitet das "Deutschland von oben"-Team Spezial-Hubschrauber, die von Borkenkäfern befallene Bäume durch die Luft aus Steilhängen bergen. Ein Streitfall, denn im Nationalpark möchte man eigentlich alles den Naturprozessen überlassen - muss dann aber doch helfen. Auch den letzten 500 Wildpferden Deutschlands, die kaum 30 Kilometer von der Mega-Großstadt Ruhrgebiet entfernt im Merfelder Bruch leben, wird indirekt geholfen, wenn einmal im Jahr die jungen Hengste aus der Herde heraus gefangen werden; was geschieht, um Inzucht zu vermeiden.

Der Zusammenprall von Natur und Schwerindustrien, von Wildnis und Hightech ist typisch für die Industrienation Deutschland: Vier Fünftel unseres Landes sind Wälder, Heide oder Agrarflächen. Doch gänzlich unberührte Natur findet man nur noch selten - entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze oder in den unzugänglichen Gebirgsregionen.

Mondlandschaftskrater und Heavy Metal

Wildpferde in Dülmen
Wildpferde in Dülmen Quelle: ZDF,Peter Thompson

Wir leben in einem Land, dessen Gegensätze auf engem Raum erstaunlich sind: von den Mondlandschaftskratern des Braunkohletagebaus in der Lausitz, deren unendliche Abraumhalden per Laserscan aus dem Heli vermessen werden, über die Weinernte auf den bizarren Terrassen des erloschenen Vulkans Kaiserstuhl tief in Südbaden, bis hin zum größten Heavy Metal Festival der Welt auf den Weiden des schleswig-holsteinischen Kuhdorfs Wacken. Auf 1.800 Einwohner kommen dort jedes Jahr 75.000 Konzertgäste. Das Verkehrschaos an Ab- und Anreisetagen wird aus dem Helikopter ebenso überwacht, wie die größte Zeltstadt Deutschlands, die dort jedes Jahr für drei laute Tage entsteht.

Helikopter fliegt über Braunkohleabbau in der Lausitz.
Braunkohleabbau in der Lausitz Quelle: ZDF,Peter Thompson, colourFIELD

Im scharfen Kontrast dazu stehen andere Ereignisse, die sich über unseren Köpfen abspielen: Wenn die Kraniche über der Elbtalaue einschweben oder sich 100.000 Wildgänse an der Ems-Mündung und am Niederrhein einfinden, wenn die Jungstörche der Saison sich zu ihrer ersten Abreise in den Süden versammeln oder die Fohlen der Wildpferde in Dülmen ihre ersten Schritte ins Leben machen, ist das ein Spektakel, das man so noch nie aus der Luft gesehen hat. "Deutschland von oben" zeigt es, ebenso wie heimische Wildtiere, die so unsichtbar sind, dass man sie nur per Satellit aus dem Weltraum verfolgen kann - wie die Luchse im Harz oder im Bayerischen Wald.

Höchste Arbeitsplätze Deutschlands

Wetterstation auf dem Wendelstein
Wetterstation auf dem Wendelstein Quelle: ZDF,Peter Thompson

"Deutschland von oben" begleitet auch das Team des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen beim Start eines der Satelliten, die unser komplexes Leben am Boden etwas einfacher gestalten: Ohne Satelliten gäbe es keine GPS-Navigation, keine Hightech-Spionage, kein Satelliten-Fernsehen. Und keine der Animationen in "Deutschland von oben". Und es gäbe auch nicht jene Vorhersagen, unter denen wir Deutschen am liebsten leiden: das Wetter. Über 2000 Messstationen gibt in Deutschland - allerdings auch auf dem Boden. Die zweithöchste von ihnen liegt auf dem Wendelstein, einem der höchsten Arbeitsplätze in Deutschland. Strahlenden Sonnenschein findet Claudia Hinz, die Wetterfrau vom Wendelstein todlangweilig.

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