Die Abora-Expedition

4.200 Kilometer auf einem prähistorischen Schiff

Eine junge Crew aus Sachsen schwimmt im Kielwasser Thor Heyerdahls. Sie starteten im Mai 1999 ein ehrgeiziges Unternehmen.

Mit einem selbst gebauten Schilfboot, einer Nachbildung der prähistorischen Schiffe, die vor 6.000 Jahren das Mittelmeer befuhren, wollten neun Schüler und Studenten von Sardinien durch die Straße von Gibraltar bis zu den Kanarischen Inseln segeln - eine rund 4.200 Kilometer lange Reise. Sie wollten herausfinden, ob die vorzeitlichen Schilfboote gegen den Wind manövriert werden konnten.

17 Tonnen Schilf

Den Bau des Bootes begannen die Schüler im September 1997 mit der Ernte von 17 Tonnen Schilf in Deutschland. Im Winter fertigten sie daraus 32 Schilfbündel - jedes über 15 Meter lang und 300 Kilo schwer - sowie eine 150 Quadratmeter große Schilfmatte. Mit Tiefladern transportierten sie die Teile nach Sardinien und verzurrten die Schilfbündel ein Jahr später nach Art antiker sumerisch-ägyptischer Vorbilder zu einem Schiffskörper.

Über drei Wochen schuftete die Truppe mit Messer und Seilen und baute ganz ohne Nagel und sonstige moderne Werkzeuge einen elf Meter langen und zwölf Tonnen schweren Rumpf. Bis zu drei Monate kann so ein Schiff auf dem Meer schwimmen. Dominique Görlitz, der Expeditionsleiter, baute Einbäume und erprobte kleine Schilfboote erfolgreich auf der Kieler Woche, fuhr nach Ägypten und beschäftigte sich akribisch mit vorzeitlichen Felszeichnungen.

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