Die blühende Oase

Expedition nach Ballad Seet

Über Ibra führt die Expedition nach Ballad Seet - eine der wenigen Oasen, die seit 2000 Jahren kontinuierlich besiedelt ist. Die Forscher wollen herausfinden, was Ballad Seet von anderen Siedlungen, die verlassen wurden, unterscheidet.

Dazu wird die Oase von den Agrarwissenschaftlern der Uni Kassel-Witzenhausen dokumentiert. Sie sind Spezialisten für Luftbilder und die anschließende Kartierung. Der Gaszeppelin fliegt bis zu 1000 Meter hoch und die Kamera kann die gesamte Oase und Umgebung erfassen. Anhand des Luftbildes werden Karten und schematische Darstellungen der heutigen Oase entwickelt. Hellgrün die Terrassenfelder, dunkelgrün die Dattelpalmenhaine und das Wichtigste von allem: die Wasserläufe. Jetzt können die Forscher die Funktionsweise der Landwirtschaft und ihre Stoffkreisläufe analysieren.

Das System Oase entschlüsseln

Eine Karte zeigt den ungefähren Verlauf des Wassers bis zur Quelle. Um das System Oase und die lebenswichtige Wasserversorgung aber vollends zu entschlüsseln, brauchen die Agrarwissenschaftler noch mehr Anhaltspunkte. Professor Bürkert und sein Team machen sich auf den Weg zur Quelle, um herauszufinden wie sich hier im Nichts eine so große Oase über so lange Zeit halten konnte.

Mit dem GPS können sie ihre Position bis auf 50 Zentimeter genau bestimmen. So kann der Verlauf des Quellwassers exakt kartiert werden - den genauen Punkt des Ursprungs kennen sie noch nicht. Die Agrarwissenschaftler wollen vor allem wissen, wie stark das Fließverhalten der Quelle im Jahresverlauf von Umweltfaktoren abhängt. Dazu müssen sie eine Wasserprobe entnehmen. Sie möchten herausfinden wieviel Wasser die Quellen ausschütten, wo genau es her kommt, wie seine Zusammensetzung ist und wie alt es ist.

Frieren für die Forschung

Der Wasserlauf hat sich über die Jahrtausende tief in den Kalkstein eingefressen. Der Weg durch die enge Schlucht ist mühsam, der Kalkstein rutschig. Hinter dem Wasserloch liegt die Quelle. Bürkert muss das eiskalte Quellwasser durchqueren. Frierend zwängt er sich durch ein kleines Loch in die Höhle bis direkt an die Quelle. Die Probenentnahme kann beginnen. Wichtig dabei ist, dass sie unter Ausschluss athmosphärischer Einflüsse stattfindet. Das heißt: Die Probe muss vor dem Austreten des Wassers an die Luft entnommen werden. Für den Transport ins Labor muss das Wasser in den Kupferrohren luftdicht verschlossen werden.

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