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Die Entdeckung des Feuers

Kulturelle Evolution

Mit einem Unwetter beginnt vor 500.000 Jahren eine kulturelle Evolution. Die folgenschwere Entdeckung geschieht ganz zufällig. Eines Morgens bricht eine Gruppe von Homo erectus zur Jagd auf und sie sehen etwas Ungewöhnliches: Feuer.

Der "Einäugige" des Clans ist schon vorausgegangen. Er ist sehr neugierig, ein echter Schnüffler. Manchmal steckt er seine Nase allerdings auch in gefährliche Dinge. Das hat ihn vor Jahren ein Auge gekostet. Da ist dieses seltsame "Wesen" und er geht direkt darauf zu. Dabei weiß doch jeder, dass man das keinesfalls tun darf. Weil es aber nur ein ganz kleines Exemplar ist, denkt er wohl, dass er es töten kann. Alle anderen halten ihn für verrückt. Was dann passiert, ist für die Jäger nicht zu begreifen: Obwohl der Einäugige das "Tier" verletzt hat, folgt es ihm. Und dann, nach all der Aufregung, tötet er es - einfach so.

Seltsamer Geruch

Der Clan versucht hinter das Geheimnis zu kommen. Dann nähert sich der Denker dem Wesen, um es zu betrachten. Es ist noch immer nicht tot. Das erstaunt die Gruppe sehr, denn der Denker ist gewöhnlich sehr vorsichtig. Das "Tier" ist gar nicht so gefährlich. Man kann es ohne Angst an der Spitze seines Speeres halten. Wenn man ihm allerdings zu nahe kommt, beißt es. Es hat einen seltsamen Geruch, der an den Händen haften bleibt, wenn man es berührt. Das wunderliche Etwas bewegt die Gemüter so sehr, dass sie ihm sogar einen Namen geben.

Erst nach und nach erkennt Erectus alle Vorteile des Feuers, trotzdem setzt sich das neue Wissen erstaunlich schnell durch. Das Feuer spendet Wärme und hält wilde Tiere fern. Die Fleischzubereitung entdeckt Erectus erst viel später. Gebratenes Fleisch ist leichter zu kauen als rohes und verursacht weniger Magenschmerzen.

An zwei Orten gleichzeitig

Die Entdeckung des Feuers ereignete sich offenbar an zwei Orten gleichzeitig, nämlich im heutigen Frankreich und in China. Danach verbreitete sich die neue Errungenschaft wie ein Lauffeuer überall dorthin, wo Menschen lebten. Erectus und seine Nachkommen waren aus Afrika immer weiter nach Norden gezogen, bis sie an den Rand der Vereisung gelangt waren. Gletscher schlossen sie ein und nicht einmal in den Warmphasen konnten sie nach Süden ausweichen, weil dann das Meer durch das Schmelzwasser wieder anschwoll. So entwickelte sich Erectus in völliger Isolation weiter.

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