Die habitable Zone

Warum die Erde in idealer Entfernung zur Sonne liegt

Die Sonne ist der Garant für das Leben auf unserem Planeten. Ohne sie wäre die Erde nur toter Weltraumschrott. Aber nicht nur die Existenz der Sonne ist für das Leben entscheidend - es zählt auch der richtige Abstand zu unserem glühenden Gestirn.

Plasmajets (Ausstösse von ionisiertem Gas) schiessen von der Sonnenoberfläche hinaus ins All. Quelle: Bucher Verlag

Im Hollywood-Blockbuster "Sunshine" drohen die schwindenden Kernfeuer der Sonne die Erde in eine tödliche neue Eiszeit zu stürzen. Um die Menschheit zu retten, wird ein Raumschiff in Richtung Sonne geschickt, um unseren Stern mit einer Ladung Kernbrennstoff von der Größe Manhattans wieder anzufachen.

Tatsächlich wird es wärmer, wenn die Sonne ausglüht, und jede Sekunde wird sie von einer Energiemenge gespeist, die bei einer Explosion von vier Milliarden Wasserstoffbomben freigesetzt würde, weswegen solche nachbarschaftliche Hilfslieferung wohl nicht ganz ausreichen würde.

Ohne Sonne nur noch Schatten

Dennoch macht der Film anschaulich, wie abhängig die Erde von unserem Stern ist. Praktisch alles Leben auf der Erde verdankt seine Existenz der Sonne: Ihre Energie treibt jede Pflanze an und versorgt fast jedes Tier. Könnten wir den Energieausstoß dieses Solarkraftwerks nur für eine Sekunde nutzen, würde das den Energiebedarf der Erde für eine Million Jahre decken. Denn in jeder Sekunde werden fünf Millionen Tonnen der Sonnenmaterie in reine Energie verwandelt.

Wir haben Glück, dass die Sonne erst die Hälfte ihrer Brennstoffreserven verbraucht hat. Noch können wir die wunderschönen Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge bewundern: So sieht die Kraft der Kernfusion aus 150 Millionen Kilometern Entfernung aus.

Schmoren wie Venus, frieren wie Mars

Günstigerweise haben wir genau die richtige Entfernung von diesem Kernreaktor, damit es auf unserer Welt Leben geben kann. Ein Stückchen näher dran, und wir würden schmoren wie die Venus, deren Oberfläche fast heiß genug ist, um zu glühen, ein Stückchen weiter weg, und wir würden frieren wie der Mars, dessen Oberfläche viele Kilometer tief gefroren ist.


Astronomen nennen unser schmales Band im All die habitable Zone, und wenn die Erde in den letzten 4,5 Milliarden Jahren nicht innerhalb dieser Zone geblieben wäre, würden wir nicht existieren. Dazu kommt die Tatsache, dass unsere Sonne die ideale Größe hat: Die Erde würde mehr als eine Million Mal hineinpassen; doch wäre die Sonne noch größer, hätte sie ihre gesamten Brennstoffreserven schon Millionen Jahre, bevor komplexe Lebensformen auf der Erde überhaupt entstehen konnten, verbraucht.

Das Größenverhältnis muss stimmen!

Wäre sie kleiner, müsste ein bewohnbarer Planet ihr so nahe sein, dass ihre Schwerkraft ihn möglicherweise lahmlegte, sodass nur eine Seite dauerhaft ein Sonnenbad nehmen könnte. Stattdessen befanden wir uns sehr lange Zeit zufällig im idealen Abstand von einem ideal dimensionierten Stern, der uns nahezu konstant genau die richtige Energiemenge lieferte.

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