Die Haltung der Kirche

Die Berichte über die Kreuzzüge widersprechen sich

Keines der Kinder hat Jerusalem je gesehen. Und nur wenigen ist es gelungen, nach Europa zurückzukehren. Tausende von Kindern verlieren ihr Leben für ein Ideal. Die Kommentare und Chroniken über die Kinderkreuzzüge widersprechen einander.

Die Kinder der Kreuzzüge hofften auf das Paradies auf Erden, sie träumten davon, nicht hungern zu müssen, frei zu sein. Das Vermächtnis der Kinderkreuzzüge: Gewaltlos, allein gerüstet mit einer großen Idee, wollten sie der Welt ein Beispiel geben.

Vorbild oder Werkzeug des Satans?

Mal wird der Mut und der feste Glaube der Kinder gelobt, mal wird vor ihrem Fanatismus gewarnt. Mal gelten die Kinder als Vorbild für die Erwachsenen, dann wieder als Werkzeug des Satans. Es ist, als fände ein Streit zwischen den kirchlichen Würdenträgern und den Anhängern des christlichen Armutsideals statt. Am Kinderkreuzzug scheiden sich die gläubigen Geister.

Wie verhielt sich das Oberhaupt der Christenheit, Papst Innozenz III., zu diesem gewaltigen Glaubensbekenntnis der Kinder? Was berichten die Chroniken? Gab der "Heilige Vater" den "Kindern des Kreuzes" seinen päpstlichen Segen? Auch hier widersprechen sich die Überlieferungen.

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