Die "Hunley" im Forschungslabor

Grundprinzipien moderner Unterseeboote

Die NUMA Research ist eine private Organisation von Unterwasserarchäologen. Sie suchen in den Meeren rund um die USA nach historischen Wracks. Die Forschercrew fahndet schon seit über 15 Jahren nach der Hunley, dem legendären U-Boot aus der Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs.

Mit magnetischen Messungen und seismischen Instrumenten scannen sie den Meeresboden nach auffälligen Objekten. Die Messungen signalisieren ein viel versprechendes Ziel. Nun müssen sich die Taucher in den trüben Gewässern von Charleston Gewissheit verschaffen.

Außergewöhnlich gut erhalten

Unter einer dicken Schicht aus Sedimentablagerungen entdecken sie das Wrack des verschollenen U-Boots, der Hunley. Das Boot ist außergewöhnlich gut erhalten. Doch noch nie ist ein so großes Eisenwrack in einem Stück geborgen worden. Eine Bergungsfirma ersinnt den Plan anhand einer Computersimulation: Ein Gerüst wird auf den Meeresgrund gelassen, ein Gürtel unter das Wrack geführt, mit Schaum wird der Rumpf exakt nachgeformt. In dem maßgeschneiderten Bett soll das Boot gehoben werden.



Am 8. August 2000 taucht die "Hunley" wieder aus der Tiefe auf. In einem riesigen Labor soll das Boot anschließend konserviert und mit modernsten Methoden untersucht werden.

Internationales Projekt

Bis heute ist die "Hunley" für die Südstaaten ein Wahrzeichen ihres patriotischen Kampfes gegen den Norden. Im Hafen von Charleston wurde eigens ein neues Forschungslabor gebaut, um das Boot zu untersuchen und zu konservieren. Wissenschaftler aus der ganzen Welt sind angereist. Was wird das Wrack verraten? Warum ist es nach dem Angriff gesunken? Was werden sie im Inneren finden? Denn der eiserne Rumpf ist seit 140 Jahren auch der Sarg der letzten Besatzung.

Die "Hunley" ist in Segmenten gebaut. Eiserne Platten auf Spannten genietet. Vorsichtig wird eine Reihe der Nieten aufgebohrt. Zentimeter für Zentimeter hebt sich der eiserne Grabdeckel. Die Wissenschaftler sind überrascht. Das Boot ist vollständig mit Sediment gefüllt.




Abwerfbarer Kiel

Acht Tonnen schwer, fast zwölf Meter lang und nur einen Meter im Durchmesser. Gesteuert durch ein Tiefen- und ein Seitenruder. Ein Propeller am Heck angetrieben von sieben Mann an einer Handkurbelwelle. Ballasttanks, um das Boot auszutarieren, und ein abwerfbarer Kiel aus Eisen zur Sicherheit. Die "Hunley" ist ein Tauchboot das Grundprinzipien moderner U-Boot aufweist.


Der Eisenrumpf des Unterseebootes wird mit einem Laser abgetastet. Diese Technik liefert ein originalgetreues Computerabbild der "Hunley" - auf zwei Milimeter genau. Offensichtlich verfügte die "Hunley" über hervorragende Schwimm- und Tauch-Eigenschaften.

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