Die längsten Tunnel der Welt

Japan und die Schweiz als führende Nationen

Die ersten Tunnelbauten gehen weit zurück bis etwa 2800 vor Christus. Damals entstanden im heutigen Iran so genannte "Quanats". Diese dienten der Wasserversorgung des Landes und der Bevölkerung. Heute finden sich die längsten Tunnel in Japan und quer durch die Alpen.

Aktuell ist der Seikan-Tunnel der längste Tunnel der Welt. Er misst insgesamt 53,9 Kilometer (davon 23,3 Kilometer unter dem Meer) und verbindet die beiden japanischen Inseln Hokkaido und Honshu.

Pläne zum Bau des Tunnels gab es bereits seit 1946. Die Genehmigung zum Start der Arbeiten wurde vom japanischen Ministerium für Transport erst im Jahre 1971 erteilt. Im Oktober 1971 begannen die Bauarbeiten. Eröffnet wurde der doppelspurige Tunnel am 13. März 1988. Seine Gesamtkosten beliefen sich auf 8,8 Milliarden US-Dollar.

Der Eurotunnel

Der längste europäische Tunnel ist - wie der Seikan-Tunnel auch - ein Eisenbahntunnel. Galt er jahrzehntelang als Traum visionärer Ingenieure, wurde er im Mai 1994 nach nur siebenjähriger Bauzeit von der britischen Königin Elizabeth II. und dem französischen Staatspräsidenten Francois Mitterrand eingeweiht. Die Idee zur Verbindung zwischen Frankreich und England geht zurück auf den Franzosen Nicolas Desmaret. Dieser schlug schon 1751 vor, eine Verbindung zwischen England und Frankreich herzustellen. Die Ausschreibung für das Tunnelprojekt. Ergingen jedoch erst im März 1985.

Der 50 Kilometer lange Tunnel besteht aus drei Röhren: zwei eingleisige Eisenbahntunnel - dazwischen ein Diensttunnel, der auch als Lüftungsstollen dient.

Zukunftsmusik

Der Gotthard-Basistunnel befindet sich derzeit im Bau. 1999 war der offizielle Baubeginn an der Alpennordseite. Sondierstollen und Zugangsstollen wurden aber schon Mitte der 1990er Jahre angelegt. 2015 soll er fertig sein. Mit 57 Kilometern Länge wäre er dann der längste Eisenbahntunnel der Welt.

Ebenfalls noch im Bau befindet sich der Lötschberg-Basistunnel. Er soll 2007 in Betrieb genommen werden. Der Eisenbahntunnel wird in zwei einspurigen Röhren betrieben. Es wird eine Nothaltestelle geben, die beispielsweise bei einem Zugbrand angefahren werden kann.

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