Die Mumie des Königs

Reise in die Welt der Götter

Drei Jahre sind vergangen, seit Carter die erste Stufe zum Grab vom Wüstensand befreite. Erst jetzt blickt er auf den letzten der drei Mumiensärge. Er ist aus purem Gold. Nie zuvor hat man etwas so Wunderbares gesehen.

Bedeckt mit einem Leichentuch und goldenen Bändern liegt die Mumie des Königs in einer schwarzen Masse aus gehärteten Salbölen - überstrahlt von der an Schönheit alles überbietenden Goldmaske.

Wie ein Magnet


Die Totenmaske Tutenchamuns ist das wohl berühmteste archäologische Fundstück der Welt. Wie ein Magnet zieht sie im Ägyptischen Museum in Kairo tagtäglich Hunderte ehrfürchtig staunender Besucher an. Von dem strahlenden Antlitz scheint eine geheimnisvolle Macht auszugehen. Und jeden hier bewegen wohl die gleichen Gefühle wie den König der Ausgräber.

Die Untersuchung der Königsmumie ist der letzte und eindringlichste Moment des Abenteuers Tutenchamun. In die harzgetränkten Bandagen sind fast 150 erlesene Schmuckstücke und Amulette eingebettet. Sie sollen dem Pharao im Jenseits Glück bringen. Kein lebender Fürst hat jemals soviel kostbaren Schmuck getragen.

Rätsel um Carters Ring

Was Tutenchamun mit auf die Reise in die Welt der Götter nahm, liegt heute geschützt hinter Panzerglas. Jedes Motiv bietet Schutz gegen die Gefahren der Unterwelt. Jeder Stein besitzt magische Kraft. Skarabäen sollen dem Pharao Mut und Klugheit verleihen. Mehr als ein Dutzend Armreifen trug der König, mit filigranen Inszenierungen aus seinem Leben.
Howard Carter soll einen der kostbaren Ringe in seinen Besitz gebracht haben. Doch das Schmuckstück gilt als verschollen. Man sah es zuletzt nach dem Tod des Entdeckers in seinem Haus.

Weltberühmt und doch vergessen

Ein einziger Namensring aus dem Schatz des Pharao - wer hätte dem Entdecker dieses "persönliche Andenken" nicht gegönnt. Doch der Ring in Farouks Kiste ist nur eine Kopie, die der vereinsamte Held vielleicht auf einem Basar für sich anfertigen ließ. Carter ist rehabilitiert.
Für den Rest seines Lebens kommt Howard Carter von diesem magischen Ort nicht mehr los. Immer wieder malt er die schroffen Felsen, zu deren Füßen die Könige Ägyptens bestattet lagen. Wie vor vielen Jahren, als der namenlose Zeichner nach Ägypten kam und seine Aquarelle an Touristen verkaufte. Als Archäologe arbeitet Carter noch sechs weitere Jahre im Grab. Er archiviert fast 3.000 Artefakte - doch kaum jemand nimmt Notiz von seiner akribischen Arbeit. Das Unternehmen Tutenchamun hat ihn über Nacht weltberühmt gemacht. Doch ebenso schnell gerät er wieder in Vergessenheit.

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