Die Perser kommen

Warten auf den Angriff

500 vor Christus wagen die griechischen Kolonien in Kleinasien den ionischen Aufstand gegen die großen Herren im Osten, die Perser. Nur Athen und das kleine Eretria unterstützen sie; der Rest des Mutterlandes lässt sie im Stich. Die Griechenstädte um Milet und Ephesos halten sechs Jahre lang durch. Ihr Aufstand wird blutig niedergeschlagen.

Der Blick des persischen Großkönigs richtet sich jetzt auf Griechenland selbst, auf die Unterstützer des Aufstandes. Eretria wird gleich zerstört; die Bevölkerung versklavt. Und Athen ist nicht weit. Die Athener ahnen nun, was ihnen blühen wird.

Warten auf den Angriff

Auf der Agora sprechen die berühmten Philosophen. Und alle sind zutiefst beunruhigt. Auch auf der Akropolis, dem Burg- und Tempelberg Athens, gibt es nur ein Thema: Die Perser kommen. Die Frage ist nur noch wann und wo genau? Dann kommt die Nachricht: Die Perser sind bei Marathon gelandet. Erwartet wird der Angriff von der nahen Insel Ägina, einem alten Konkurrenten Athens - und mit den Persern verbündet.


Athen ist eine Handelsmacht, die Kriegsflotte eher unbedeutend. Militärisch kann keine einzelne griechische Stadt gegen die Invasoren bestehen. Zum ersten Mal steht ein persisches Heer im Zentrum des griechischen Kulturraums. Guter Rat ist teuer. Was wissen die Athener von ihren Feinden?

Die großen Unbekannten sind die Perser also nicht. Und der Schreckensruf "die Perser kommen!" scheint Athen nicht gelähmt zu haben. Gegenüber der Akropolis liegt der Pnyx-Hügel. Ort der Volksversammlung, die sofort einberufen wird, als man von der Landung der Perser hörte.

Kämpfen oder fliehen?




Die wichtigsten Menschen Athens führen eine hitzige Debatte. Darunter Kallimachos, der Oberbefehlshaber - und Miltiades, General und Patriarch einer einflussreichen Adelsfamilie. Einige wollen in der Stadt auf die Perser warten, andere fliehen oder mit Tributzahlungen den Abzug erreichen. Miltiades schließlich überzeugt die Athener, dass es besser ist, dem Feind mit dem abmarschbereiten Heer entgegenzuziehen, als ihn in der unbewehrten Stadt zu empfangen.

Und einen schickt Kallimachos los, um die stärkste Militärmacht Griechenlands um Hilfe zu bitten. Der griechische Historiker Herodot berichtet: "Sie sandten nach Sparta als Herold den Pheidippides, der den Beruf eines Tageläufers ausübte."

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