Die Petroyglyphen von Pusharo

Geheimnisvolle Zeichen als Schlüssel zu Paititi?

Von Cuzco hatte Thierry Jamin überland Shintuya angesteuert, um dann auf Flüssen ihr nächstes Ziel Pusharo in der Region Madre de Dios zu erreichen. Zweieinhalb Tage hat sich die Mannschaft ohne größere Pausen den Rio Pantiacolla quellwärts gequält, um danach mit der Strömung anderer Flussläufe zu kämpfen.

Erleichtert wieder an Land zu gehen, verlassen Thierry und seine Begleiter den Rio Palotoa, doch vor sich haben sie den beschwerlichen Aufstieg auf den Chinqipenia.

Hochkrätiges Juwel

An einer Felswand am Südhang erwartet die Forscher ein hochkarätiges archäologisches Juwel: die Petroglyphen von Pusharo. Die Steingravuren könnten aus der Inka-Zeit stammen. Bislang einmalig in Peru, sind sie selbst vielen Archäologen en détail kaum bekannt. Die Zeichen lassen sich schwer deuten. Thierry hat eine spektakuläre Theorie entwickelt.




Tatsächlich lassen sich einige Zeichen von der Felswand bestimmten Geländestrukturen auf den Satellitenfotos der NASA zuordnen - wenn auch mit einem Schuss Fantasie und in etwas veränderter Position.

Der Schlüssel zu Paititi




Für Thierry könnten die Petroglyphen der Schlüssel zu Paititi sein. Sie scheinen ein riesiges Terrain mit mehreren Ortschaften und Gebäude-Ensemble darzustellen - eine Idee, die ursprünglich von Carlos Neuenschwander stammt, dem mit 27 Expeditionen wohl eifrigsten Paititi-Sucher.



Zehn Kilometer südwestlich von Pusharo heben Pyramiden ähnliche Bergkegel die dichte Dschungeldecke an. Verbirgt dort der Wald mit seinem lebendigen Tarnteppich von Menschen errichtete Bauwerke? Den einheimischen Machiguenga ist der Bereich heilig. Sie nennen ihn "Paratoari" - "Ort, an dem man verloren geht ". Das französische Team scheint vor einer archäologisch herausragenden Entdeckung zu stehen.

Neue Petroglyphenwand

Thierry Jamin quält sich bei tropisch dünner Luft zu einem fantastischen Fundort, den er erst kürzlich oberhalb von Pusharo entdeckt hat. Der Dschungel gab dem Franzosen eine neue Petroglyphenwand frei, die vor ihm kein Wissenschaftler gesehen hat - für Thierry ein Traum. Man erkennt einen Mann mit sehr gut stilisierten Zügen. Es fällt auf, dass er einen Bart trägt und eine Pecha-Maske, ein Kennzeichen der Inkas. Dieses Gesicht ist ganz anders als die auf der ersten Felswand von Pusharo.

Daneben findet man so etwas wie eine ägyptische Kartusche, Zeichen, die erstaunlich an Schriftzeichen erinnern, an die Kelka. Wenn es sich hierbei um Schrift handeln sollte, wäre das eine archäologische Revolution für die Geschichte ganz Südamerikas und Perus.

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