Die Schätze des Zaren

Gold, Geld und Juwelen

Der Reichtum und die Schätze der Zarenfamilie sorgen weltweit für Aufsehen. Gold, Geld, Juwelen und Herrschaftsinsignien sind mittlerweile in anderen Händen. Die Bolschewisten haben einen Teil für den Staat beschlagnahmt, ein Teil wurde für Devisen im Ersten Weltkrieg verwendet, andere Teile sind bis heute verschwunden.

Einst sollen in den Tresoren der Petersburger Staatsbank Goldbarren im Wert von fast acht Milliarden Mark gelegen haben. Und den Befehl für die Überführung von Gold an die Bank von England hat der Zar selbst mit seiner Unterschrift besiegelt. Im September 1914, neun Wochen nach Kriegsausbruch, beginnen die geheimen Transporte.


In den Tresoren der Bank wird das Zarengold verwahrt - als Sicherheit für Kredite in Milliardenhöhe. Russland hat Gold, aber kein Geld. Im Ersten Weltkrieg aber sind Devisen nötig, um die kämpfenden Truppen unter Waffen zu halten. Das Geld wird buchstäblich verpulvert - doch fast 100 Millionen Mark verbleiben in England. 70 Jahre danach dient es zur Entschädigung von britischen Staatsbürgern, die ihren Besitz während der Revolution verloren haben. Ein gigantisches Vermögen - in alle Himmelsrichtungen verweht.

Rätselhaftes Geld in England

In London macht sich ein Mann auf die Suche nach dem verschollenen Zarenschatz: William Clarke, ehemaliger Bankmanager und Wirtschaftschef der Times. Seine Recherchen führen ihn in das Archiv der Bank von England. Fast 30 Jahre vergehen, bis man ihm endlich Einsicht in die Akten gewährt. Jahre, in denen angebliche Erben Anspruch auf den Millionennachlass des Zaren erheben.


Stets aber dementiert die Bank die Existenz des Vermögens. Doch verbirgt sich hinter den Gerüchten über die Zarenkonten ein wahrer Kern? Tatsächlich findet Clarke im Archiv der Bank den letzten Kontoauszug des Zaren von Russland. Höchststand war fast eine Milliarde Mark - geerbtes Geld vom Vater des Zaren. Doch das Konto wurde geschlossen. Der Grund: Der Zar wollte kein Geld mehr im Ausland haben.

Staatseigentum

Nikolaus II. hatte sein gesamtes Vermögen - Schmuck, Pretiosen, Wertpapiere - zur Verwahrung in die Hände der provisorischen Regierung gegeben. Doch nach der Machtergreifung der Bolschewisten ging der Besitz des Zaren und der russischen Aristokratie in Staatseigentum über.


Das Beutegut füllte ein riesiges Depot. Ein bolschewistisches Komitee katalogisierte den Schatz, darunter die Zarenkrone und dreizehn Ostereier von Fabergé. Recherchen von William Clarke belegen die Versteigerung russischer Staatsjuwelen. Vieles aus dem Diamantenfonds der Sowjetunion ist im Westen für begehrte Devisen unter den Hammer gekommen.

Das verschollene Bernsteinzimmer

Die Schätze der Zaren sind Legende. Zu den vielen Geschichten um den Verbleib hebt sich ein Schatz besonders hervor: das sagenumwobene Bernsteinzimmer. Es ist seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen. Mit vergoldeten Spiegeln und Edelsteineinlagen wurde das "achte Weltwunder" bis ins Detail wieder aufgebaut - an seinem ursprünglichen Platz im Palais von Katharina der Großen.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet