Die Schlacht von Alesia

Nach dem Triumph über die Gallier will Cäsar Rom

52 vor Christus stehen in Gallien römische Truppen vor Alesia. Die Legionäre wollen den keltischen Häuptling Vercingetorix, der sich mit seinen Kämpfern in der Stadt verschanzt hat, zur Kapitulation zwingen.

Seit sechs Jahren haben die Römer viele Stämme der Kelten, die sie "Gallier" nennen, brutal ausgelöscht oder unterworfen. Nun umzingeln sie mit einem etwa 40 Kilometer langen Belagerungsring ihren gefährlichsten Gegner, um ihn auszuhungern. Doch die Gallier machen mobil bis zum letzten Mann, denn die Schlacht wird, so Vercingetorix, das Schicksal Galliens für immer besiegeln.

Zwei-Fronten-Schlacht

Im römischen Hauptquartier erhält Cäsar Meldung von der Mobilmachung der Gallier, seine Kommandeure sind nervös. Auf der einen Seite stehen die chaotischen Scharen der Gallier, auf der anderen Seite Cäsars Elitetruppe unter der Führung des kampferprobten Titus Labienus, Cäsars engstem Vertrauten und Stellvertreter. Die Zahl der Gegner ist erdrückend, manch ein Legionär hat den nahen Tod vor Augen, aber Drill und Disziplin lassen kein Zaudern zu. Cäsar ist bei der Schlacht von Alesia in einer sehr kritischen Situation. Er muss in zwei Richtungen kämpfen: Richtung Alesia wo Vercingetorix mit 80.000 Mann sich verteidigt und gegen eine gallische Hilfstruppe von etwa 100.000 Mann, die zu Vercingetorix durchbrechen muss."

Marcus Antonius und Cäsar Spielszene




Während bereits die Schlacht tobt, vertraut Cäsar im Lager seiner Taktik - und Fortuna, der Glücksgöttin, die ihn bisher nur selten verlassen hat. Sorgfältig bereitet der Feldherr seinen Auftritt auf dem Schlachtfeld vor. An seiner Seite kämpft Marcus Antonius, einer der treuesten Offiziere. Durch Cäsars Erscheinen mobilisiert er die letzten Kräfte der abgekämpften Männer. Die Gallier ergreifen beim Anblick der heranreitenden römischen Kavallerie die Flucht. Der Triumph von Alesia gilt als einer der größten Siege in der Geschichte Roms und als wichtiger Trittstein auf dem Weg zu Cäsars eigentlichem Ziel: der Herrschaft über Rom.

Strategische Brillanz


Die Stimmung unter den Legionären ist nach dem Schlachtsieg gut. Wieder einmal hat sie Cäsar mit seinem Wagemut und seiner strategischen Brillanz aus einer schier hoffnungslosen Lage zu glänzendem Triumph geführt. Wer ahnt schon dahinter die Schachzüge eines besessenen Machtpolitikers? Vor seinen Legionären gibt er das nächste Ziel bekannt: den Sturz des korrupten aristokratischen Führungszirkels in Rom.





Militär und Volk für Cäsar

Die Nachrichten aus Alesia verbreiten sich wie ein Lauffeuer im Reich. Wenige Tage später erreichen sie die Hauptstadt. Der Senat beschließt zwar ein noch nie dagewesenes 20-tägiges Staatsfest, doch seine Gegner lässt die Tatsache, dass Cäsar mit Gallien die größte Provinz für das Imperium gewonnen hat, kalt. Im Gegenteil, Cäsars politische Machtspiele rufen die Vertreter des regierenden Adels auf den Plan. Sie wittern einen Staatstreich.


Stimmungsmacher gegen Cäsar sind vor allem die Senatoren Marcus Cato und Marcus Marcellus. Sie bezeichnen ihn als Verbrecher und befürchten, dass er nach Rom zurückkehrt um als Heerführer die Macht an sich zu reißen. Cato ist ein Mann, der gern mit erhobenem Zeigefinger herumläuft. Er versteht sich als das Gewissen Roms und fällt über jeden her, von dem er glaubt, er verletzt die Würde der Republik. Doch zum Entsetzen seiner Gegner werden Cäsars Versprechungen, nicht nur vom Militär, sondern auch vom römischen Volk begeistert aufgenommen.

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