Die Triton-Allianz

Terra X - Der Fluch von Oak Island

Der Fluch von Oak Island hatte jetzt sechs Menschenleben gefordert. Aber es ging immer weiter. Man baute sogar für den Transport von schwerem Gerät einen Fahrdamm zum Festland.

1967 gründete der Bauunternehmer Dan Blankenship aus Florida mit einem Geschäftsmann aus Montreal und weiteren Geldgebern ein neues Schatzsucher-Konsortium: die "Triton-Allianz".

Neue Erkenntnisse

In der Zeitschrift "Readers Digest" hatte Blankenship sieben Jahre zuvor einen Artikel über Oak Island gelesen und war begeistert. Blankenship hatte seinen gesamten Besitz verkauft und war auf die Insel gezogen. Zunächst führte er Probebohrungen durch. Die ursprüngliche Grube war durch die vielen Parallel-Schächte längst nicht mehr auffindbar. Alle früheren Forscher hatten oberhalb des Grundgesteins in den Schichten aus Geschiebe-Lehm gesucht, wo die Wasserfallen und sämtliche Stollen lagen. Blankenship und seine Leute waren davon überzeugt, das Geheimnis müsse tiefer in der Erde liegen. Sie ließen bis zur 60 Meter Marke bohren, weiter als jemals zuvor. Das Ergebnis war überraschend: im Gesteinssockel der Insel entdeckten sie eine Höhle. Zement- und Holzreste kamen zutage. Das Holz wurde grob auf 1575 datiert, der Zement soll eine primitive Sorte aus dem 17. Jahrhundert gewesen sein.

Rettung in letzter Sekunde

1971 ließen sie eine Fernsehkamera 70 Meter tief in ein neu angelegtes Bohrloch. Auch das füllte sich mit Wasser. Die Bilder wurden deshalb unscharf. Später entstanden Fotos aus dem Filmmaterial, von Dan Blankenship mit viel Phantasie kommentiert. Blankenship wollte der Sache auf den Grund gehen, ließ das Bohrloch erweitern und mit Metall auskleiden. In die Seitenwände hatten sie Löcher geschnitten, um zu prüfen, ob es außerhalb des Stahlrohrs von Menschen geschaffene Fundstücke gab. Einmal war er allein im Schacht, hatte aber Funkverbindung zu seinem Sohn, der den Flaschenzug mit der Rettungsleine bediente. Durch die Löcher drang sehr viel Lehm ein und auf einmal stürzte 13 Meter über ihm alles ein. Blankenship prasselten faustgroße Steinbrocken auf den Kopf, doch er rettete sich mit Hilfe seines Sohnes. Innerhalb von zwei Minuten war die Rohrverkleidung über eine Länge von fast sieben Meter eingedrückt worden.

Das Loch wird verbreitert

Das dramatische Ereignis beeindruckte die Männer kaum. Des Rätsels Lösung musste einfach am Grund dieses Bohrlochs liegen. 1978 erweiterten sie den Schacht auf zweieinhalb Meter Durchmesser. Um ihn zu verstärken, schweißten sie Eisenbahnkesselwagen zusammen und ließen sie 27 Meter tief hinab. Darunter kleideten sie die Wände bis aufs Grundgestein mit einer 25 Zentimeter dicken Stahlbetonschicht aus. So gesichert, wollte man endlich die Höhle erforschen. Dorthin war der Schatz vermutlich abgerutscht. Doch der Fluch schlug erneut zu: Ein Bohrer brach ab und verkeilte sich so unglücklich, dass ein weiteres Vordringen blockiert war.

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