Durch Flammen, Wellen, Wind und Wüste

Drehbericht der Redakteurin Ruth Omphalius

Vor rund zwei Jahren begann die Drehphase für unseren "Terra X"-Vierteiler "Die Macht der Elemente - mit Dirk Steffens", die sich bis in den April dieses Jahres erstreckte. Seither sind wir rund um den Globus gereist und haben alle Höhen und Tiefen durchlebt, die man während einer solchen Produktionszeit erleben kann.

Redakteurin Ruth Omphalius bei Dreharbeiten in Kambodscha
Redakteurin Ruth Omphalius bei Dreharbeiten in Kambodscha Quelle: ZDF

Der schönste Dreh, da war sich das Team rückblickend schnell einig, war Kambodscha. Das Land hat einen ganz eigenen Zauber. Wir waren sehr beeindruckt von der gewaltigen Tempelanlage in Angkor Wat, und die Fahrt auf dem Tonle Sap See war ein wirkliches Abenteuer.

Tausende von Menschen leben hier permanent auf dem Wasser. Menschen, Haustiere wie Hunde, aber auch Vieh: Alle leben in treibenden Häusern. Manche Kinder haben noch nie festes Land betreten, sie sind an ihre schwankende, sich stets verändernde Welt gewöhnt.

Brackige Fluten

Angkor Wat
Angkor Wat Quelle: ZDF

Wir hatten zu Beginn des Drehs noch einige Anpassungsschwierigkeiten und hätten unser schmales Boot fast zum Kentern gebracht, als wir uns für einen Moderationsshot neu positionierten. Gefährlich war diese Situation nicht in dem Sinn, dass jemand hätte ertrinken können. Aber wer einmal das gelblich-braune Wasser des Tonle Sap gesehen hat, weiß genau, dass ein Bad in diesen brackigen Fluten auf keinen Fall empfehlenswert ist.

Ein Restrisiko bleibt letztlich bei jedem Dreh, ganz gleich, wie gut eine Situation geplant und vorbereitet ist. Wir gehen bei der Produktion im Dokumentarfilm mit der "wirklichen" Natur und "wirklichen" Menschen um - und das ist nicht immer planbar. Das Wasser aus dem Tonle Sap See kann krank machen. Auch in gewöhnlichen Transportmitteln wie klapprigen Flugzeugen, Uralt-Zügen, wackeligen Kähnen und Fischerbooten, Tuktuks oder Rikschas gab es kitzlige Momente.

Mit Schweiß erkämpft

Dazu wollten wir in dieser Reihe die Elemente erfahrbar machen. Das heißt, Dirk Steffens traute sich als Moderator sogar in ein Flammenmeer, um das Feuer kennenzulernen.

Dirk Steffens geht durchs FeuerDas gesamte Team schoss für die Wind-Folge im Hydroptère wie auf einem fliegenden Teppich über die Wellen, wir wagten uns für die "Erde" in tiefste Höhlen und altertümliche Minen und blieben dem Wasser sogar seinem gesamten Kreislauf folgend vom Meer bis in die Atmosphäre auf der Spur.

Nicht alles "wie im Film"

Was dann auf dem Bildschirm so frisch und unbeschwert daherkommt, ist oft mit Schweiß erkämpft. Und manchmal ist eben nicht alles "wie im Film", sondern die Realität schlägt sogar ziemlich hart zu. Unser Moderator Dirk Steffens musste das schmerzhaft am eigenen Leib erfahren, als sich während der Dreharbeiten auf Santorini beim Abseilen an einer Klippe ein Stein löste und ihn so schwer am Jochbein verletzte, dass ein Krankenhausaufenthalt nötig wurde.

Dieser Unfall war ein schockierendes Erlebnis für die gesamte Gruppe und hat sich tief in unser Gedächtnis eingegraben. Schließlich war es vor allem die großartige Art und Weise, wie Dirk Steffens dieses Ereignis bewältigt hat, die dazu führte, dass wir die Arbeit als Team wieder aufnehmen und die Freude an unserem gemeinsamen Projekt zurückgewinnen konnten. Ein Folgeprojekt ist nicht ausgeschlossen.

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