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Ein perfekter Planet - Wetter

Das Wetter ist der Motor für die Süßwasserverteilung auf unserem perfekten Planeten und macht ein Leben an Land überhaupt erst möglich.

43 min
43 min
17.01.2021
17.01.2021
UT
UT
Video verfügbar bis 17.01.2022, in Deutschland, Österreich, Schweiz

Diese Folge der Reihe stellt komplexe Wetterphänomene vor und zeigt, wie sehr die Tierwelt von verlässlich wiederkehrenden Mustern im Wettergeschehen abhängig ist. Und welche verhängnisvollen Folgen selbst kleinste Veränderungen haben können.

Doku | Terra X -
Making-of: Wetter
 

Wie findet man ein seltenes Tier in einer Wüste, wenn sich 450 Exemplare der Art auf einem Gebiet von 1,3 Millionen Quadratkilometern verstecken können? Eine Expedtion der Extraklasse im mongolischen Teil der Wüste Gobi.

Videolänge
8 min

Flughunde als Wetterfrösche

Zwölf Wochen jedes Jahr wird ein Wald in Sambia zum Garten Eden. Der pünktlich niedergehende Regen lässt zu dieser Zeit 300.000 Tonnen Früchte reifen. Zehn Millionen Palmenflughunde reisen extra für dieses Festessen an, das ohne den Niederschlag zur rechten Zeit nicht stattfinden würde. Die Flughunde legen Hunderte, manche sogar Tausende von Kilometern zurück, um rechtzeitig in Sambia zu sein. Wie sie besser als jeder Wetterfrosch den Regen vorhersehen konnten, ist noch ungeklärt.

Weihnachtsinsel, Australien. Zug der Roten Landkrabben zur Eiablage im Meer.

Andere Tiere sind eher davon abhängig, dass der Regen ausreichend Pausen macht. Wenn die Niederschläge am Amazonas für wenige Monate nachlassen, sinkt der Wasserspiegel im gesamten Flusssystem, und ausgedehnte Sandbänke entstehen. Hierher kommen die Arrau-Schildkröten zur Eiablage. 50.000 sind es jährlich, ein Viertel der gesamten Weltpopulation. Durch die Erderwärmung beginnt die Regenzeit jedoch immer häufiger früher im Jahr. Viele der jungen Schildkröten schaffen es dadurch nicht rechtzeitig an die Oberfläche und ertrinken in ihren Höhlen.

Brasilien. Arrauschildkröten bei der Eiablage an einem Strand.
Die Weibchen der Arrau-Schildkröte erklimmen einmal im Jahr die Sandbänke des Amazonas, um ihre Eier zu legen. In der Vergangenheit funktionierte ihr Timing perfekt und die Jungen schlüpften, bevor die Regenzeit die Nester überschwemmte. Durch die Veränderung des weltweiten Klimas beginnt es jedoch immer früher zu regnen und viele Jungtiere ertrinken jedes Jahr in ihren Sandhöhlen.
Quelle: ZDF/Darren Williams

Wildtiere verdursten

Ausbleibender Regen kann auch großen Schaden anrichten. Im südlichen Afrika haben sich alle Lebewesen seit Tausenden von Jahren an die Trockenzeiten angepasst. Doch mittlerweile halten Rekordhitze und der geringste Niederschlag seit Jahrzehnten große Teile des Kontinents fest im Griff. Nilpferde drängen sich in engen Schlammlöchern. Die sandigen Ufer, in denen Bienenfresser brüten, trocknen zu stark aus und stürzen ein. Viele Wildtiere verdursten.

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