Eisige Welten

1. Von Pol zu Pol

"Terra X: Eisige Welten - Von Pol zu Pol": Eine Eisbärenmutter läuft mit einem Jungen über das Meereis.

Dokumentation | Terra X - Eisige Welten

Fernab der modernen Industrieländer liegen die unendlichen Weiten grandioser, kaum berührter Naturlandschaften von Arktis und Antarktis.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: ZDFneo, 28.08.2016, 05:40 - 06:25
Verfügbarkeit:
Video verfügbar ab 03.12.2016, 10:00
Produktionsland und -jahr:
2011
Altersbeschränkung:
Freigegeben ab 6 Jahren

Die Schönheit dieser Wildnis und die Kräfte der Natur faszinieren und überraschen mit großartigen Geschichten. Nur scheinbar lebensfeindlich, sind diese extremen Gegenden Heimat vieler Tiere mit beeindruckenden Überlebenstricks und kuriosen Verhaltensweisen.

Die Koproduktion mit der BBC zeigt die fantastischen Landschaften jenseits der Polarkreise sowie ihre Bewohner auf und unter dem Eis im Lauf der Jahreszeiten in noch nie da gewesener Brillanz.

Möglich wurde dies durch den Einsatz neu entwickelter Aufnahmetechniken in Kombination mit der exzellenten Qualität von HDTV. Weltweit waren zwei Jahre lang bis zu vier Teams gleichzeitig mit Schiffen, Flugzeugen und Helikoptern unterwegs in die entferntesten Gebiete, um dort oft für Wochen ihre Lager aufzuschlagen.

ZDF und BBC haben alles technisch Machbare investiert, denn wahrscheinlich war dies die letzte Möglichkeit, beide Polarregionen in ihrer Einzigartigkeit derart umfassend zu dokumentieren. Der globale Klimawandel hat auch sie längst erfasst und begonnen, ihr Antlitz unwiderruflich zu verändern.

Die Serie folgt im Wesentlichen dem Lauf der Jahreszeiten, deren Wechsel sich nirgendwo sonst auf der Erde so radikal vollzieht wie in den Polarregionen. Teams und Equipment waren bei den Dreharbeiten härtesten Belastungen ausgesetzt, um die eisigen Welten authentisch zu filmen. Computergesteuerte Zeitrafferaufnahmen über und unter Wasser verfolgten Veränderungen der Landschaft ebenso wie das Verhalten von Tieren oder das Entstehen und Schmelzen von Eis. Diese Aufnahmen offenbaren nun nie gesehene, teils unglaubliche Abläufe.

Zum Zeitpunkt der Produktion ebenfalls einzigartig war die Verwendung des Heli-Gimble-Luftbildkamera-Systems. Damit lassen sich scheue Tiere und ihr natürliches Verhalten aus großer Höhe und Distanz beobachten, ohne sie zu stören. Für den Einsatz auf See wurde dieses Kamerasystem mit neuester Technik so modifiziert, dass damit selbst bei schwerem Wellengang Meeresbewohner vom Boot aus gefilmt und intensiv beobachtet werden konnten.

Dabei ging es dermaßen dramatisch, aber auch lustig zu, dass wir am Ende jeder Folge einen kleinen Einblick in den Drehalltag vor Ort geben. Diese sehr persönlichen Eindrücke runden das ultimative Porträt der Arktis und Antarktis auf ungewöhnliche Weise ab.

Die erste Folge "Von Pol zu Pol" entführt in Arktis und Antarktis und stellt sie als Eis gewordene Superlative vor. Fast 80 Prozent des Süßwassers unseres Planeten sind dort gebunden, Winde peitschen mit 320 Kilometern pro Stunde über die teils mehrere Kilometer dicken Eispanzer - bei Temperaturen von 70 Grad Celsius unter Null. Im Winter geht die Sonne monatelang nicht auf, während bizarr tanzende Polarlichter mit ihrem spektakulären Himmelsschauspiel die erstarrten Landschaften schaurig-schön illuminieren.

In diesen Welten harren während des Winters die ultimativen Überlebenskünstler aus: Eisbären im Norden, Kaiserpinguine im Süden. Zu den größten Landschaften überhaupt zählt der 11 000 Kilometer lange Taiga-Waldgürtel der Arktis. Und auf Grönland spurtet der Jakobshavn Isbrae, der schnellste Gletscher der Welt, mit 40 Metern pro Tag dem Meer entgegen. Gigantische Eisberge werden geboren.

In diesen nordischen Landschaften machen wir Bekanntschaft mit einigen Protagonisten, die wir während der weiteren vier Folgen über ein ganzes Jahr hinweg begleiten werden: die kräftigsten Wölfe der Welt, die in Nordkanada Jagd auf gewaltige Bisons machen, und Eisbären, die eine Familie gründen - nordische Dramen und Romanzen von überwältigender Authentizität.

Nur einer Handvoll Spezialisten waren bislang die märchenhaften Eishöhlen der Antarktis bekannt, in die ein Team am Fuße des südlichsten Vulkans unseres Planeten, des Mount Erebus, vordringt.

Eine andere Filmcrew taucht unter das Schelfeis und begegnet in dieser außerirdisch anmutenden Wasserwelt Kreaturen von bizarrer Schönheit. Zu den erstaunlichsten Schauspielen gehört die Rudeljagd der Orcas auf Robben. Generalstabsmäßig geplant, verläuft jeder Beutezug wie eine militärische Operation: Sie checken die Situation, sie formieren sich, erzeugen gemeinsam eine gewaltige Welle, mit der sie das Eis brechen und die Robbe ins Wasser spülen, und fangen das chancenlose Tier.

Den Teams gelang es auch, das Erscheinen von 40 Millionen hungrigen Pinguinen in den antarktischen Gewässern einzufangen.

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