Entdeckungen im Niemandsland

Abenteuerliche Rückfahrt unter extremsten Bedingungen

Das Verlassen des Erdi Ma bereitet große Probleme. Keine Stelle erlaubt genügend Einblick. Die Gefahr stecken zu bleiben ist groß. Das Problem: Eine steile Querdüne versperrt das Tal. Die Abfahrt ins Tal könnte in einer Sackgasse enden.

Um jedes unnötige Risiko zu vermeiden, laufen die Expediton-Teilnehmer die Hänge ab. Zum Glück, denn große Felsriegel hätten ihnen den Weg versperrt.

Zweifel und Sorgen

Wieder stundenlange Märsche und das ohne Wasser. Ein Fehler, für den sie bitter büßen. Einen Ausweg gäbe es, berichten sie, nur der Steilhang oben muss noch präpariert werden. Zweifel und Sorgen lassen sich nicht verdrängen, auch wenn die Crew am Ende auf die Erfahrung, ihres "Karawanenführers" Kröpelin baut. Ihre Tage aber neigen sich dem Ende, wenn sie nicht verhungern oder verdursten wollen.


Auf der Suche nach einem Rückweg durchkämmen sie alle Formationen. Im Stillen hofft jeder, doch noch eine Wasserquelle oder etwas ganz Besonderes zu finden. Es herrschen Temperaturen von über 60 Grad. Doch sie finden nichts - alles zu. Auch das schmale Tal ist durch Felswände verschlossen. Eine Biegung weiter, an der sie fast abgefahren wären sind zwei riesige, erschreckend steile Abhänge. Relikte eines Wasserfallbeckens. Das wäre kein Ausweg, sondern das Ende gewesen.

Koordinaten des Todes



Bei der Orientierung verlassen sie sich auf herkömmliche Hilfsmittel, GPS kann lebenswichtige Bodendetails nicht erfassen, bestenfalls können sie über Satellit die genauen Koordinaten ihres Todes an den Rest der Welt senden. So zynisch jedenfalls sieht es Kröpelin.
Selbst die wertvollsten Funde müssen sie der Regie des Zufalls überlassen. Raoul Schrott hat auf einer Wand im Oberlauf eines Tals eine Sensation entdeckt: Felsbilder zeigen Herden von Giraffen aus der Jungsteinzeit. Bei genauerem Hinschauen lassen sich auch einzelne Krokodile und andere Tiere erkennen.

Die Felsbilder entstanden etwa 8500 Jahre vor Christus, als die Sahara innerhalb weniger Jahrhunderte ergrünte und Großwildherden Nahrung bot. Starke Monsunregen waren infolge globaler Erwärmung niedergegangen und hatten zur Savannenbildung geführt, die fünf- bis sechstausend Jahre anhielt. Die Darstellungen der Wildtier- oder Jägerperiode markieren den Beginn der Felsbildtradition.

Seltene Rundköpfe

Raouls Fund hingegen lässt sich nicht ohne Weiteres zuordnen. Kröpelin entdeckt Gravuren aus einer noch älteren Phase. Die Rundköpfe sind sehr selten. Kröpelin fand verblüffend ähnliche Abbildungen im sudanesischen Wadi Howar.




Es ist sicher eines der extremsten Wüstenbereiche der ganzen Sahara auch von ihrem ganzen Erscheinungsbild und deshalb ist es auch kein Wunder, dass selbst während der Feuchtzeiten die Besiedlung noch relativ dünn war.






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