Erste Hinweise auf Aussehen

Hautreste mit Schuppen auf Armen und Schwanz

Zehn Tonnen Körper und drei Tonnen Schwanz verlassen ihre Ruhestätte in Richtung Forschungslabor. Von Hell Creek bei Marmarth, North Dakota, geht es zur Analyse ins 320 Kilometer entfernte Hill City, South Dakota.

Versteinerte Hautschuppen Quelle: ZDF

Ein metallener Stützrahmen soll ein Absacken verhindern, eine Verschalung aus Gips den wertvollen Schatz während des Transports vor Beschädigung schützen. Der Schwanz hatte sich bereits vor Beginn der Grabung vom Rumpf getrennt. Daher wurde er gesondert geborgen und hat einen eigenen Schutzmantel aus Gips erhalten.

Internationale Anerkennung und Gelder

Gipsklumpen Quelle: ZDF

Die Hoffnung der Forscher ist groß. Werden sie dem unansehnlichen Gipsklumpen tatsächlich bahnbrechende Fakten entlocken können? Es geht bei Dakota auch um internationalen Ruhm und fachlichen Lorbeer - und um viel Geld. Wenn die Mumie erfüllt, was seine Ausgräber von ihm erwarten, wird ihnen die Ehre zufallen, so manches Kapitel der Dino-Enzyklopädien der Welt umzuschreiben. Und es werden frische Forschungsmittel fließen.

Mit äußerster Vorsicht tragen die Präparatoren den Sandstein ab, um die Mumie nicht zu verletzen. Nach wochenlanger Arbeit erscheinen auf der rechten Körper-Seite die Knochen des Brustkorbes. Doch es fehlen Haut und Muskulatur. Über die Todesursache lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nur spekulieren. Handfeste Fakten hingegen liefern Arme, Beine und Schwanz sowie einige bereits freigelegte Körperpartien der linken Seite. Besonders überraschend und ebenso bedeutsam ist Dakotas enormes Hinterteil. Es ist äußerst kräftig und massiger als angenommen.

Hadrosaurier mit massigem Hinterteil und gemusterter Haut Quelle: ZDF

Vermutlich im Streifen-Look

Offenbar besaßen Hadrosaurier andere als die bisher vermuteten Proportionen, und vielleicht stimmen damit auch die Bilder der übrigen Saurier nicht. Wie sahen Triceratops oder T-Rex tatsächlich aus? Die Haut auf Armen und Schwanz gibt erste Hinweise. Sie zeigt abwechselnde Zonen großer und kleiner Schuppen. Auch heute lebende Echsen besitzen solche alternierenden Bänder unterschiedlich großer Schuppen. Dabei können bestimmte Farben bestimmten Schuppen-Größen zugeordnet sein. Das könnte bedeuten, dass sich auf einigen Teilen des Tieres ein Streifenmuster befand. Bisher basierte die Vermutung eher auf künstlerischer Freiheit. Leider hat sich die Original-Färbung nicht erhalten. Und die Schuppen allein geben keinen Hinweis auf ihre einstige Farbe. Aber die Formen deuten darauf hin, dass Dakota in einem Streifen-Look durch das Gebiet von Hell Creek gewandert sein könnte.

Krokodil kriecht unter toten Dinosaurier Quelle: ZDF

Es warten noch andere Überraschungen auf die Forscher: An dem Dino befindet sich auch der Fuß eines Krokodils. Wollte sich eine Panzerechse an dem Kadaver satt fressen? Oder ist Dakota auf das kleinere Tier gestürzt und hat es unter sich begraben? Es war der Beginn einer Jahrmillionen dauernden Verbindung. Den modernen Krokodilen sehr ähnliche Panzerechsen waren während der Kreidezeit weit verbreitet und im Gebiet von Hell Creek zahlreich.

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