Erster Landgang

Biologin erhofft sich Hinweise auf den Lachszug

Die Jahre in der Wildnis haben Gudruns Sinne geschärft. Sie hat allmählich ein Gespür dafür entwickelt, wo es sich am ehesten lohnt, auf Spurensuche zu gehen. Von ihrem ersten Landgang verspricht sich die Biologin entscheidende Hinweise auf den Lachszug.

Fjord in Westkanada

Nur wenn die Lachse bereits die Flüsse heraufziehen, locken sie die Wölfe ans offene Ufer. Für die Lachswanderung muss das Wasser tief genug sein. Bis zu fünf Meter Niederschlag pro Quadratmeter fällt hier - aber in diesem Jahr kommt der Regen erst spät. In den Küstenregenwäldern British Columbias spielt der Lachs die entscheidende Rolle. Hier wurde er geboren, hierher treibt es ihn wieder zurück, die Flüsse hinauf zum Ablaichen - und zum Sterben.

Überreste mit wichtigen Informationen

Es ist die Zeit, in der sich die Bären noch einmal richtig satt fressen, um sich die notwendigen Fettreserven für den langen, eisigen Winter zuzulegen. Nichts wird verschwendet, denn die Reste holen sich Raubvögel und Raben. Aber sie können nicht alles vertilgen, zum Glück für Gudrun, denn die Überreste enthalten wichtige Informationen. Gudrun entdeckt einen getöteten Lachs, bei dem nur der Kopf fehlt.

Bär frisst Lachs

Das Festland ist tiefstes Grizzlybär-Gebiet. Gudrun muss hier besonders aufpassen, denn sie ist unbewaffnet. Nur mit einem Bären-Pfefferspray will sie sich im Ernstfall verteidigen. Die Biologin teilt die Überzeugung vieler ihrer Kollegen, dass ein Bär normalerweise von sich aus den Menschen meidet. Auf ihrem Tagesmarsch Richtung Gebirge stößt Gudrun sogar auf einen Grizzlybär-Pfad.


Hoffnung im Nachtcamp

Der Aufstieg ins Gebirge hat Gudrun die Zeit vergessen lassen, es ist zu spät zum Umkehren. Im Nachtcamp hofft sie auf ein Zeichen der Wölfe, aber alles bleibt ruhig. Wenn da draußen Wölfe sind, sollte ein Heulen zu hören sein. Viele glauben, dass Wölfe gerne den Mond anheulen aber eigentlich beeinflusst der Mond die Tiere nicht. Sie werfen ihre Köpfe zurück damit ihre Stimme weiter reicht.

Nach fünf Tagen gibt es noch immer keine Spur von Wölfen. Gudrun bleibt nichts anderes übrig, als flussaufwärts tiefer in den Wald vor zu dringen. Dort stößt sie auf eine kleine Sandbank, ein idealer Ort um Spuren zu finden. Sandbänke im Wald sind wie Zeitung lesen. Was auch immer in den letzten Stunden und Tagen passiert ist, kann man in Spuren und anderen Zeichen nachlesen. In diesem Fall ist nicht allzu viel Interessantes los. Ein ziemlich unspektakulärer Tag, was Wolfsanzeichen betrifft. Gudrun hat noch eine letzte Spielkarte: sie setzt zum Wolfsgeheul an. Wolfsgeheul kann bis über zehn Kilometer weit tragen - aber leider kommt keine Antwort.

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