Expedition Erde (3/5): Atmosphäre

Die schützende Hülle

Man kann sie weder sehen noch riechen oder schmecken, trotzdem
wäre alles Leben auf der Erde ohne sie zum Untergang verurteilt: Die
Atmosphäre ist der Schutzschild unseres Heimatplaneten. Sie hüllt
den Globus in eine warme, feuchte Schicht, bewahrt sie vor gefährlichen
Strahlen aus dem All und hält den Sauerstoff bereit, den die
Menschen zum Leben brauchen.

Thomas Reiter im Raumanzug mit Nahansicht Erde im Hintergrund Quelle: ESA / NASA

Der ehemalige Astronaut Thomas Reiter ist in dieser Folge in seinem Element. Er nimmt den Zuschauer mit auf einen Flug im Tornado und berichtet von seinen Erlebnissen im Weltraum. Gemeinsam mit dem Moderator reist das Publikum durch die vier wichtigsten Schichten der Atmosphäre und lernt deren Bedeutung kennen.

Uralte Einzeller als Sauerstoff-Fabriken

Stromatolithen Quelle: ZDF


In Westaustralien besucht Thomas Reiter die ältesten Lebewesen der Welt: Stromatolithen, Kolonien von Einzellern, die aussehen wie Steine. Diese Einzeller sind für eine Revolution in der Erdgeschichte verantwortlich: Als eine der ersten Arten nutzten sie Sonnenlicht als Energiequelle und betrieben Fotosynthese. Als Abfallprodukt ihres Stoffwechsels produzierten sie gigantische Mengen von Sauerstoff, der heute Lebensgrundlage für zahllose Lebewesen ist.


Doch Sauerstoff ist nicht das einzige Gas, das eine überlebenswichtige Funktion erfüllt. Auch Kohlendioxid ist von großer Bedeutung als Teil eines globalen Wärmeregelungssystems. Seine Eigenschaft, als Treibhausgas zu wirken und Sonnenlicht auf die Erde zurückzuspiegeln, wird im Zuge der Klimadiskussion stets als negativ beurteilt. Tatsächlich hat genau diese Eigenschaft die Erde im Laufe ihrer Geschichte mehrfach vor der totalen Vereisung gerettet.

Die eingefrorene Bedrohung: Methan

Kohlendioxid ist allerdings nicht das einzige Treibhausgas. Methan zum Beispiel kann noch weitaus stärker zur Klimaerwärmung beitragen. Im Norden Russlands erklärt die Ökologin Katey Walter, dass uns das im dortigen Permafrostboden enthaltene Methan noch gefährlich werden könnte - wenn die global steigenden Temperaturen das Eis weiter schmelzen lassen.

Skysurfer Quelle: ZDF,Joe Jennings / BBC

Außerdem treffen wir in dieser Folge den Skysurfer Troy Hartman. Er stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass Luft nicht einfach gasförmig ist, sondern auch Eigenschaften einer Flüssigkeit aufweist. Seine "große Welle" findet er nicht auf dem Meer, sondern am wolkenreichen Himmel im Norden Kaliforniens.

Auf der Jagd nach dem Sturm

Jim Edds bleibt zwar auf dem Boden, aber seine Forschungarbeit ist deshalb nicht ungefährlicher: Edds ist Sturmjäger. Mit ihm reist das ZDF-Team in den Anden geradewegs ins Zentrum einer gigantischen Gewitterfront. Die dabei entstandenen Aufnahmen von Blitzen dokumentieren, wie viel Energie während eines Gewitters in der Atmosphäre freigesetzt wird.

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