Expedition Erde (5/5): Leben

Ein unglaublicher Zufall

Im fünften und letzten Teil der ZDF/BBC-Reihe "Expedition Erde" fragt Thomas Reiter nach der besonderen Rolle der Erde, die durch eine Vielzahl von außergewöhnlichen Bedingungen Heimat für das Leben werden konnte.

Expedition Erde mit Thomas Reiter: Leben Quelle: ZDF

Da ist zum Beispiel das Gravitationsfeld der Erde, das die Atmosphäre festhält und sie nicht in den Weltraum entweichen lässt. Ohne unsere Atmosphäre hätten Tiere keinen Sauerstoff zum Atmen, es wäre bitterkalt und ständige Einschläge von Geschossen aus dem All würden die Existenz von Leben unmöglich machen.

Glückliche Umstände ermöglichen Leben

Aber auch anderen Faktoren, die Leben ermöglichen, geht diese Folge auf den Grund. So erklärt sie unter anderem auch, warum die Lage der Erdumlaufbahn im Sonnensystem ideal ist und wieso unsere Sonne keine gewöhnliche Sonne ist.

Außerdem erzählt Thomas Reiter von der erstaunlichen Entwicklung der Erde: Innerhalb von viereinhalb Milliarden Jahren verwandelte sich der Planet von einem leblosen Gesteinsbrocken in die bunte vielfältige Welt, die wir heute kennen. Diese Entwicklung geschah keineswegs linear, die Biografie der Erde ist eine Auflistung von Zerstörung und Neuanfang.

Cenote Quelle: ZDF

Gigantisches Höhlensystem unter Wasser

Thomas Reiter hat sich mit einem ZDF-Fernsehteam auf die Suche nach Hinweisen gemacht, die die wichtigsten Wendepunkte in der Erdgeschichte illustrieren. Im Dschungel Mexikos wird er fündig. Dort taucht der Moderator in einer Höhle, die sich als Teil eines weitläufigen Tunnelsystems entpuppte. Erst kürzlich stellten Höhlentaucher fest, dass dieses System aus Durchgängen und überschwemmten Höhlen fast die gesamte Halbinsel Yucatan durchzieht.

Aber erst moderne Geosatellitentechnologie ermöglichte den Wissenschaftlern herauszufinden, welchen Ursprung die geheimnisvollen Höhlen haben. Messungen aus dem All zeigen, dass sich die Höhlen am Rand einer gewaltigen trichterförmigen Struktur gebildet haben. Diesen Krater hatte vor 65 Millionen Jahren der Asteroid geschlagen, der den Untergang der Dinosaurier besiegelte.

Eine neue Urgewalt: der Mensch

Am Ende seiner spannenden Reise durch die Geschichte der Erde stößt Thomas Reiter auch auf Spuren, die eine vergleichsweise neue Kraft auf dem Planeten hinterlässt: unsere Spuren. Der Mensch ist um bedeutenden Faktor für die Erde geworden. Er ist dazu in der Lage, ihre Oberfläche und ihr Klima zu verändern.

Aus dem All konnte Thomas Reiter in seiner Zeit als ESA-Astronaut vor allem auf der Nachtseite der Erde erkennen, wie dominant der Mensch tatsächlich ist. Die Lichtermassen der Städte und Siedlungen verdeutlichen die Ausbreitung des Menschen auf dem Globus. Er ist der nächste entscheidende Faktor in der langen Geschichte der Erde.

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