Expedition Erde

Spezial mit Thomas Reiter

Die Ozeane der Welt sind fast so alt wie die Erde selbst. Schaut man auf das Meer, kann man einen Blick genießen, der sich seit Milliarden Jahren nicht verändert hat. Doch die Ozeane sind viel mehr als ein uraltes Wasserreservoir. Sie formen und verändern den Planeten.

Uralter Kampf

Thomas Reiter Quelle: ZDF,Michael Habermehl

An den Küstenlinien der Erde kann man sehen, wie ihre enormen Kräfte das Land abtragen und so die Form eines jeden Kontinents bestimmen. Die Weltmeere sind für das Klima verantwortlich und in ihren Tiefen soll sogar das Leben entstanden sein.

Die Reise von Thomas Reiter beginnt auf dem offenen Ozean. Hier verfolgt er den Weg der Wellen, die sich weit draußen auf den Meeren bilden, die Energie des Windes einfangen und weitertragen bis sie schließlich auf Land treffen. Der uralte Kampf zwischen Ozeanen und Kontinenten wird durch Superzeitrafferaufnahmen eindrucksvoll dargestellt.

Eine weitere uralte Kraft, durch die die Ozeane die Welt beeinflussen, sind die vielfach vernetzten und verzweigten Strömungssysteme. Thomas Reiter erklärt die neueste Forschungsrichtung, die einen kuriosen Ursprung hat: Gummientchen. Die schwimmfesten Tierchen waren bei einem Schiffsunglück in den Pazifik gefallen und hatten von dort aus eine unglaubliche Reise um die Erde angetreten. Das lenkte die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler auf ein weltumfassendes Strömungssystem, das heute als "Globales Förderband" bezeichnet wird. Diese gewaltige Strömung ist für den Wärmeaustausch auf der gesamten Erde von enormer Bedeutung.

Die Tage sind gezählt

Dass die Ozeane genauso wie die Kontinente einem ständigen Wandel unterliegen, zeigt die Forschung von Tim Wright. Der Geologe untersucht Erdspalten in Äthiopien, die erst vor Kurzem entstanden sind. Diese ständig wachsenden Risse in der Oberfläche Ostafrikas interpretiert der Wissenschaftler als erste Prozesse, die zur Bildung eines Meeres führen. Neue Meere entstehen, andere sterben. Ausgerechnet die Tage unseres liebsten Urlaubsmeeres sind gezählt. Das Mittelmeer verliert schon jetzt durch Verdunstung mehr Wasser als Regen und die großen Flusssysteme wieder auffüllen können. Glücklicherweise wird es noch einige Millionen Jahre dauern, bis sich dort eine Salzwüste bildet.

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