Fataler Maschinendefekt

Verräterische Geräusche dringen bis zur "Venturer" vor

Obwohl die Crew auf der "Venturer" vom Hauptquartier regelmäßig mit Abhörprotokollen der deutschen Funksprüche versorgt wird, gleicht die Fahndung nach U-864 in dem riesigen Gebiet der Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Mit Hilfe von Schallwellen konnten Tauchboote zwar geortet werden, doch die "Pings" des U-Boot-Ortungssystems ASDIC verrieten auch die eigene Position. Launders entscheidet sich daher gegen den Einsatz des Systems. Sein Funkoffizier lauscht vielmehr, ob die Unterwassermikrofone verräterische Propellergeräusche übermitteln.

Knall aus dem Maschinenraum

Die U-864 verfolgt ungestört ihren Kurs. Auf dem Schiff ist seit zwei Tagen alles ruhig. Bis die Routine an Bord plötzlich gestört wird. Der Knall kommt aus dem Maschinenraum. Dort hat Willi Transier ein Problem mit dem Dieselmotor. So kurz nach der Generalüberholung hat niemand mit einem technischen Defekt gerechnet. Gemeinsam versuchen die Männer, den Schaden zu beheben.



Der Steuerborddiesel ist ausgefallen und kann nicht vor Ort repariert werden. Kommandant Wolfram ordnet die Rückkehr nach Bergen an: "Wir kehren sofort nach Bergen zurück, um Schäden zu reparieren. Kurs 135 Grad, Boot auf Sehrohrtiefe halten." Ein Befehl mit schicksalhaften Folgen. Wolfram informiert den Stützpunkt Bergen über ihre Rückkehr und erhält die Nachricht, dass sie am 10. Februar, vier Uhr morgens in Hellisoy von einer Eskorte erwartet werden.

Verdächtiges Geräusch

Am 9. Februar um 9 Uhr 23 hört der Funkoffizier auf der "Venturer" zum ersten Mal ein verdächtiges Geräusch. Vielleicht endlich das lang gesuchte deutsche U-Boot. Er ist alarmiert und verständigt sofort den wachhabenden Navigationsoffizier John Watson. Die Engländer können nichts sehen, denn die U-864 fährt Hellisoy fast ausschließlich im Tauchgang an.




Kapitän Wolfram weiß, wie laut der Ersatzmotor brummt. Der Deutsche spürt die Gefahr, denn sie sind immerhin im Umkreis von drei Seemeilen, das heißt von knapp sechs Kilometern zu hören. Doch die rettende Eskorte wartet nur eine Tagesreise entfernt bei Hellisoy. Auf der "Venturer" herrscht ebenso angespannte Konzentration - doch plötzlich ist das Geräusch weg. Als John Watson von Leutnant Andy Chalmers abgelöst wird, kam das letzte aufgezeichnete Geräusch aus nördlicher Richtung.

Fahrtiefe mit Risiko



Inzwischen hält Kapitän Wolfram die U-864 auf Sehrohrtiefe. Zwar riskiert er dabei Kopf und Kragen, doch er will das Meer im Auge behalten, um mögliche Verfolger früh zu entdecken. Denn die laute Maschine kann den Männern zum Verhängnis werden. Die "Venturer" sieht das deutsche U-Boot zwar immer noch nicht, empfängt aber wieder verdächtige Geräusche. Sie kommen von zehn Grad Steuerbord.

Minuten später macht Leutnant Andy Chalmers die entscheidende Beobachtung. Bei 340 Grad ragt ein Funkmast aus dem Wasser. Sofort wird Kapitän Launders in den Kontrollraum gerufen und informiert. Alarmbereitschaft an Bord. U-864 ist nun ständig zu hören. Die "Venturer" heftet sich umgehend an die Fersen der U-864 - ohne dass die Deutschen davon etwas merken. Der Showdown unter Wasser beginnt.




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