Feld der Toten

Die blutige Rache an Kimbern und Teutonen

"Unermesslich an der Zahl" ziehen Kimbern und Teutonen über die Alpen auf der Suche nach einer neuen Heimat. Fast zwanzig Jahre lang kann keiner sie aufhalten, erst als der Treck sich in zwei Gruppen teilt, sehen die Römer ihre Chance.

Eine äußerst offene, multikulturelle Gesellschaft: Wer sich ihnen anschloss, wer sein Leben mutig im Kampf einsetzte, gehörte einfach dazu. Wer arm war, konnte reich werden. Wer sich bewährte, gar Heerführer. Nach dem historischen Sieg in Noreia fielen die Kimbern und Teutonen in Gallien wie eine unaufhaltsame Wetterwolke ein. Schlacht um Schlacht versuchen römische Legionen, den Heereszug aufzuhalten. Ohne Erfolg: Zehn Jahre lang verbreiten Kimbern und Teutonen Angst und Schrecken im Römischen Reich. Erst als der Treck sich teilt, gelingt es dem Konsul Marius die Teutonen bei Aix-en-Provence zu vernichten.

Volk ohne Heimat

Die Kimbern aber zogen wieder über die Alpen, ihr Ziel: die fruchtbare Poebene. Über 7000 Kilometer Weg hatten sie durch ganz Europa zurückgelegt, ohne eine Heimat zu finden. 19 lange Jahre waren sie bereits unterwegs. Aber auch Krieger werden einmal müde und wollen sesshaft werden, wollen ein eigenes Dach über dem Kopf, Äcker bebauen und Vieh weiden, wollen nach langer Wanderschaft ankommen.

Seit ihrer Auswanderung aus Jütland waren sie auf der Suche nach dem "gelobten Land". Am Ende kamen sie bis in den Norden Italiens. Die Kimbern waren jetzt bereit, dem Reich als Soldaten zu dienen. Als Sold erbaten sie vom Senat eine Heimat. Aber die Römer hatten die Niederlage von Noreia nicht vergessen. Ihr Feldherr Marius, der Sieger über die Teutonen, hatte die Armee reformiert. Die Furcht vor den Barbaren war überwunden. Marius und seine Soldaten nahmen planvoll Rache. Zehn römischen Legionen stand ein kimbrischer Kampfverband mit über 100.000 Fußsoldaten und Reiterkriegern gegenüber.

Das Ende der Kimbern

Kimbern hatten sich den Römern in offener Feldschlacht gestellt. Aber der Übermacht waren sie unterlegen. Wer nicht im Kampf gefallen war, entleibte sich selbst mit seinem Schwert. Die Kimbern wollten nicht in Ketten, mit Schmach und Schande, durch Rom geführt werden, sie wollten nicht verhöhnt und bespuckt werden, nicht als Sklaven enden. Freiheit oder Tod. Sie waren frei und wollten es bleiben. Marius ließ sich als Retter Roms feiern. Das Volk der Kimbern aber, das der Suche nach einem besseren Leben aus dem Norden ausgewandert war, wurde im Jahre 101 vor Christus ausgelöscht.

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