Feuer: Impulse für neue Entwicklungen (1/4)

Schritte in der Zivilisationsgeschichte durch Feuernutzung

Olförderung in Aserbeidschan

Dokumentation | Terra X - Feuer: Impulse für neue Entwicklungen (1/4)

Die Entdeckung des Feuers schenkte den Menschen unglaubliche Macht über den Planeten. In der alten Relgion der Zoroastrier entwickelte sich sogar ein Feuerkult, z.B. im Feuertempel von Baku.

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Feuer ist das Element, das der Mensch am meisten fürchtet. Kein Verbot wird so häufig ausgesprochen wie "Du sollst nicht mit dem Feuer spielen!" Ganz gleich, ob die Feuerwehr ausrückt, um Keller auszupumpen oder Türen zu öffnen: Beim Klang der Sirenen hat jeder zunächst das Bild eines brennenden Hauses im Kopf. Nachrichtenbilder von Flächenbränden schüren unsere Angst vor dem Feuer als dem vermeintlich gefährlichsten Element.

Olförderung in Aserbeidschan
Olförderung in Aserbeidschan Quelle: ZDF

Der erste Teil "Feuer" zeigt jedoch, dass unser Verhältnis zum Feuer vielschichtiger ist. Feuer war auch das Element, das der Menschheit immer wieder Impulse für neue Entwicklungen gab. Schon unseren frühesten Vorfahren schenkte es Wärme, Schutz vor Tieren und die Möglichkeit, Nahrung zu kochen. Brennmaterialien wie Holz, Holzkohle, Steinkohle und Öl sorgten dafür, dass immer neue Technologien erfunden wurden, die die moderne Gesellschaft überhaupt erst möglich machten. Heute hängt unsere gesamte Zivilisation letztlich von der Verbrennung verschiedener Materialien, also vom Feuer ab.

Mitten ins Flammenmeer

Dirk Steffens im hitzebeständigen Spezialanzug
Dirk Steffens im hitzebeständigen Spezialanzug Quelle: ZDF

Wie viel wir diesem Element tatsächlich verdanken, erkundet Dirk Steffens auf seinen weltweiten Reisen, die ihn sogar mitten durchs Feuer führen. Gleich zu Beginn der Sendung durchschreitet er, geschützt durch einen Spezialanzug, einen acht Meter langen Flammenweg. In Experimenten wie diesen wird normalerweise die Funktionstüchtigkeit solcher Anzüge getestet. In diesem Fall jedoch möchte Dirk Steffens es dem Zuschauer ermöglichen, dorthin zu gelangen, von wo normalerweise niemand zurückkehrt: mitten ins Flammenmeer. Über 1500 Grad Celsius herrschen hier, und selbst in dem Schutzanzug, der den Moderator mit acht Lagen feuerfesten Spezialfaserstoffen umhüllt, die nicht nur isolieren, sondern selbsttätig Feuchtigkeit erzeugen können, bleibt die Nähe des Feuers verstörend.

Das erste Feuer

Die Expedition führt weiter nach Kalifornien. Hier erkundet Dirk Steffens die Ursprünge des Feuers. Das Element ist verglichen mit den anderen sehr jung. Unvorstellbar heute, aber während des größten Teils der Erdgeschichte gab es kein Feuer. Zwei wichtige Voraussetzungen mussten erfüllt sein, damit es auf unserem Heimatplaneten brennen konnte. Zunächst einmal musste Brennmaterial existieren. Das klingt simpel und doch verbirgt sich dahinter die halbe Evolutionsgeschichte. Bevor das Leben nicht entstanden war und das feste Land erobert hatte, war an Feuer nicht zu denken. Vor allem die Landpflanzen dienten den großen Feuern als Nahrung. Flammen brauchen aber noch etwas anderes zum Brennen: Sauerstoff. Mindestens 13 Prozent Luftsauerstoff sind nötig, damit etwas brennen kann, und auch hierfür sorgten die Pflanzen. Allerdings dauerte es eine Weile, bis die Pflanzen so viel Sauerstoff produziert hatten, dass die 13 Prozent-Hürde übersprungen war. Erst vor 400 Millionen Jahren war es soweit: Das erste Feuer brannte.

Seit diesem Zeitpunkt rasen Feuersbrünste über die Savannen und Wälder der Erde. Sie entzündeten sich zunächst bei Blitzeinschlägen, breiteten sich ungehindert aus und machten nur halt, wenn es keine Brennmaterialien mehr gab oder wenn es ausreichend regnete. Schließlich kam der Mensch und nutzte das Feuer, um die Erde zu erobern. Jeder Entwicklungsschritt unserer Zivilisationsgeschichte hängt seither mit dem Feuer und der Nutzung von Brennmaterialien zusammen.

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