Fieseler Storch und Douglas DC-3

"Arbeitspferde" unter den Flugzeugen des Zweiten Weltkrieges

Der "Fieseler Storch" und die "Douglas-DC-3" gehören zu den berühmtesten Fugzeugen der Welt aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Beide Maschinen, der deutsche "Storch" und die amerikanische "Douglas" wurden auch nach Kriegsende weiter gebaut und eingesetzt.

2867 Maschinen vom Typ Fieseler Storch und mehr als 15.000 unterschiedliche Flugzeuge der Douglas DC-3 kamen zum Einsatz.

Der Fieseler Storch

Die Extrem-Langsamflieger vom Typ Fi 156 werden allgemein "Fieseler Storch" genannt. 1936 zum ersten Mal gebaut, zeichnen sie sich durch ihre Wendigkeit aus und begnügen sich bei günstigen Windbedingungen mit nur 50 Meter Start- und 20 Meter Landepisten. Leichtbauweise und fest stehendes Fahrgestell geben dem Standard-Kurierflugzeug der Deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg das Aussehen eines "Oldtimers" aus dem Ersten Weltkrieg. Seine Flug- und Landeeigenschaften machen es zum Spezialisten für Beobachtungsflüge und Transporte in schwierigem Gelände.

Kufen der Fieseler Storch Quelle: ZDF,Keystone


Der unter zehn Meter lange "Storch" wird zunächst nur in den Gerhard-Fieseler Werken bei Kassel gebaut. Er erreicht mit 14,3 Meter Spannweite eine Geschwindigkeit zwischen 45 und 175 Kilometern in der Stunde. Zwei Mann Besatzung bringen das im Leergewicht unter 930 Kilogramm schwere Flugzeug bis auf 4.600 Meter Höhe. Im Zweiten Weltkrieg kommt der "Storch" auch bei Deutschlands Verbündeten und in der Schweiz zum Einsatz. Nach 1942 wird die Produktion aus Sicherheitsgründen teilweise ins Ausland verlagert. Zunächst ins besetzte Frankreich, dann auch in die Tschechei und nach Rumänien. In diesen Ländern wird die Produktion nach Kriegsende fortgesetzt, in Frankreich bis 1965.

Die Douglas DC-3

Die erste Maschine vom Typ Douglas DC-3 startet am 17.Dezember 1935. Zunächst in den USA, später auch in England in Lizenz gebaut, wird das Flugzeug zum beliebten "Lastesel" der Alliierten für jede Art von Transporten, an allen Fronten des Weltkrieges. Auch in Deutschland erlangt die "DC-3" bleibende Beliebtheit durch ihre buchstäblich tragende Rolle als "Rosinenbomber" und logistisches Rückgrat der Luftbrücke nach Berlin zur Zeit des "Kalten Krieges". Die DC-3 wurde in zahlreichen unterschiedlichen Ausfertigungen bis 1952 gebaut. Lizenzbauten entstanden in England, Russland, Japan und in China. Das amerikanische Militär setzt noch 1965, im Vietnamkrieg, modernisierte Maschinen vom Typ Douglas AC-47D ein, die später an die Luftwaffe der Vietnamesen übergeben werden.

Douglas DC-3
Douglas DC-3 Quelle: ZDF

Die Maschine, die 1946 in der Schweiz verunglückt, ist ein für den Transport von Fallschirmjägern ausgelegter, zweimotoriger Truppentransporter vom Typ "Skytrooper DC-53- DO", mit der Registernummer Z 68846. Jede der 221 gefertigten Maschinen dieses Typs ist mit 28 festen Metallsitzen, und teilweise auch mit Frachttüren ausgestattet. Unter 20 Meter lang, erreicht die Maschine mit ihren knapp unter 30 Meter Spannweite, in einer Flughöhe um 2500 Meter Reisegeschwindigkeiten um 290 Kilometer in der Stunde, bei Reichweite von 2100 Kilometern. Nach dem Krieg wird die DC-3 eine der zuverlässigsten Passagiermaschinen bei allen Fluggesellschaften. Einige Exemplare sollen sogar noch heute im Linienverkehr eingesetzt sein.

Die Maschinen vom Gauligletscher

Die beiden " Störche", die bei der Rettungsaktion am Gauligletscher zum Einsatz kamen, stammen ursprünglich aus Deutschland. Die Maschine mit der Schweizer Registriernummer A-97 war am 19.03.1943 nach Irrflug im schlechten Wetter von ihrer Flugroute nach Bari abgekommen und musste in Samedan bei St. Moritz notlanden. Beschlagnahmt, wurde sie in den Dienst der Schweizer Luftwaffe gestellt und von Hauptmann Victor Hug geflogen. Die A-97 ist erhalten und wird heute im Museum, dem Verkehrshaus der Schweiz, in Luzern, gezeigt. Die A-100 war in den letzten Kriegstagen von Ungarn aus gestartet. Ihre Flucht vor den anrückenden russischen Truppen endete am 8. Mai 1945 in der Nähe von Chur in der Schweiz. Die intakte Maschine steht heute im Museum der Schweizer Luftwaffe in Dübersdorf bei Zürich. Ihr Pilot bei der kühnen Rettungsaktion von 1946 war Major Pista Hitz.

Das Wrack der amerikanischen Douglas "DC-3 Dakota" blieb auf dem Gauligletscher zurück. Ein Wettersturz und einsetzender Schneefall ließen die Trümmer bereits an den der Rettung folgenden Tagen unter einer Schneedecke verschwinden. Sie wurde nie vollständig geborgen. Ihr Schicksal wurde zum Auslöser für eine Idee. Es war die Geburtsstunde der modernen Luftrettung in der Schweiz, der "Rega." Im Jahr, 2012, feiern die Rettungsflieger ihren 60. Geburtstag.

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