Francois Villons Leben

Einer der größten Dichter Frankreichs

Francois Villons Leben war ein stetiges Auf und Ab. Sein erfolgversprechendes Studium wurde durch einen Streik unterbrochen, seine sichere Bleibe beim Herzog Charles d'Orléans zerstörte er sich mit seiner spitzen Zunge selbst. Über sein Ende gibt es gar keine Aufzeichnungen.

Spielszene Villon dichtet


1431

Villon wird als "Francois de Montcorbier" in Paris geboren.


1443

Beginn eines Studiums an der "Fakultät der sieben freien Künste" beim College de Navarre


1452

Erwerb des Magistergrades, Beginn eines Theologie-Studiums


1452-1453

Streik an der Universität, Abbruch des Theologie-Studiums


Juni 1455

Villon ersticht im Streit einen kriminellen Priester und muss aus Paris fliehen.


1456

Dank zweier königlicher Gnadenbriefe darf Villon nach Paris zurückkehren.
Die "Ballade des contre-vértés" (Ballade der Anti-Wahrheiten) entsteht.


Ende 1456

Villon beteiligt sich am Diebstahl einer Truhe mit Goldmünzen aus dem College de Navarre. Erneut flieht er aus Paris und hinterlässt das Werk "Le Lais" (Das kleine Testament).


Ende 1457

Längerer Aufenthalt am Hof des Herzogs Charles d'Orléans, wo Villon sich mit der "Ballade des contradictions" (Ballade von den Vogelfreien) an einem Dichterwettstreit beteiligt.


1458 - 1461

Vermutlich erneutes Abdriften ins kriminelle Milieu, Teile der "Ballades en jargon" entstehen.


1461

Villon wird im Kerker von Thibaut d'Aussigny, dem Bischof von Orléans, gefangen gehalten. Hier schreibt er unter anderem "épître à ses amis" und "Débat du coeur et du corps de Villon".
Eine Amnestie des neugekrönten Königs Louis XI. befreit Villon aus der Gefangenschaft. Aus Dankbarkeit verfasst er die "Ballade contre les enemis de la France" für Louis sowie die Bettelballade "Requête" an Herzog Charles.


Ende 1461

Villon kehrt nach Paris zurück. Sein Wunsch nach Wiedereingliederung in die Gesellschaft bleibt unerfüllt. Er verfasst sein Hauptwerk, das "Testament".


1462

Villons Rückkehr ins kriminelle Milieu: Nach mehreren Vergehen wird er "aufgrund seines schlimmen Lebenswandels" zum Tode verurteilt. In der Todeszelle verfasst er die "Ballade des pendus" (Ballade der Gehenkten) und das Quatrain.
Nachdem seine Berufung erfolgreich verläuft, verfasst Villon zwei letzte Balladen. Die eine richtet er - aus Dankbarkeit - an den Gerichtshof ("Requête et louange á la cour"), die andere voller Hohn und Spott an den Gefängnisschreiber Garnier, der ihn am liebsten hätte hängen sehen.


Anschließend verliert sich seine Spur.

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