Fruchtbare Feuerberge

Wie Vulkane den Planeten formen

Vulkane gelten allgemein als gefährlich und zerstörerisch. Sie bedrohen den Menschen und seine Habe durch Lavaströme, Ascheregen und giftige Gase. Doch ohne sie wäre es auf der Erde noch weitaus ungemütlicher: Ein einziger Ozean würde den gesamten Planeten bedecken.

Thomas Reiter Quelle: ZDF

Thomas Reiter besucht einige der vulkanisch aktivsten Zonen unseres Heimatplaneten und macht deutlich, welche wichtige Rolle Vulkane bei der Entstehung des Lebens gespielt haben. Keine andere Kraft hatte in der Erdgeschichte so großen Anteil an der Gestaltung und Umgestaltung der Welt wie sie.

Glut Quelle: ZDF


Die Expedition beginnt in Island. Dort erkundet Thomas Reiter aus der Luft und unter Wasser die Wirkungsweise vulkanischer Aktivität. Die Klippen von Thingvellir sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie die Hitze aus dem Erdinneren die Oberfläche verändert. Aus dem Helikopter kann man deutlich sehen, wie der massive Fels auseinandergerissen wurde, aber erst beim Tauchgang in der Silfra-Spalte wird deutlich, welche gigantischen Kräfte dort tatsächlich am Werke sind.

Graben von Thingvellir Quelle: ZDF

Tauchgang zwischen zwei Kontinenten

Silfra-Spalte Quelle: ZDF


Quer durch Island verläuft die Grenze zwischen der nordamerikanischen und der eurasischen Platte, die in jedem Jahr einige Zentimeter auseinanderdriften. Was sich zunächst wenig spektakulär anhört, hat im Laufe der Jahrmillionen massive Felswände auseinander gesprengt und immer wieder zu Vulkanausbrüchen geführt.


Noch wichtiger für das Leben auf der Erde ist es allerdings, wenn Kontinentalplatten aufeinander zugeschoben werden. An solchen Stellen falten die Platten Gebirge auf und erschaffen so ständig neue Landmassen. Käme dieser Prozess irgendwann zum Erliegen, wäre alles Land auf dem Planeten zum Untergang verurteilt. Die Erosion würde im Laufe der Zeit jeden Kontinent abtragen, bis die Oberfläche der Erde gleichmäßig mit einer vier Kilometer dicken Wasserschicht bedeckt wäre.

Vulkane als Retter des Planeten

Neueste Forschungen belegen außerdem, dass der Vulkanismus die Erde schon mindestens einmal vor einer weltumspannenden Katastrophe gerettet hat. Der Geologe Paul Hoffman fand in Namibia Hinweise auf eine globale Vereisung des Planeten. Sogar am Äquator gab es Gletscher und Eisberge. Der Wissenschaftler geht davon aus, dass der gesamte Globus im Schnitt unter einer einen Kilometer dicken Eisschicht begraben war. Aus dieser frostigen Umklammerung hätte sich unser Heimatplanet ohne die Aktivität der Vulkane bis heute nicht befreien können. Durch den Ausstoß von Kohlendioxid veränderten sie das Klima und tauten den "Kühlschrank Erde" wieder auf.

Erta Ale Quelle: ZDF

Besonders sehenswert sind extreme Zeitrafferaufnahmen des äthiopischen Vulkans Erta Ale. Er gehört zu den wenigen Vulkanen, die kontinuierlich so viel Hitze erzeugen, dass sich ein Lavasee aus flüssigem Gestein im Kraterinneren bildet. Nur durch die Zeitrafferaufnahmen ist es möglich, die dynamischen Prozesse in dem außergewöhnlichen See zu verstehen.

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