Geheimnisvolle Schriftzeichen

Verfeinerte Analysemethoden führen zu neuen Ergebnissen

Das greifbare Andenken an den Mann Jesus, die Hoffnung auf ein authentisches Bild Christi scheint verloren. Um so heftiger wird in der Folge die Diskussion um die immer noch rätselhafte Entstehungsgeschichte des Bildes geführt.

Verfeinerte Analysemethoden führen zu ungeahnten Ergebnissen. Am Pariser Universitätsinstitut für angewandte Optik entdecken Forscher geheimnisvolle Schriftzeichen auf dem Turiner Grabtuch; Schemen griechischer und lateinischer Buchstaben, die mit bloßem Auge auf dem Leinen nicht sichtbar sind.

"Du wirst in den Tod gehen"

Übersetzt und interpretiert lauten die Worte: "du wirst in den Tod gehen - Kopf Schatten - der Nazarener - Jesus."

Je mehr die Forschung herausfindet, um so größer, so scheint es, wird das Geheimnis. Die Datierung des Tuches ins Mittelalter: Bestätigt sie nicht das, was die Theologen schon damals meinten? - "Ein mit Schlauheit hergestelltes Bild auf einem Leinen"? Dennoch hatte dieses Bild auf den Betrachter seit jeher eine einzigartige Wirkung.

Weder Ruhm noch Ehre

Zu keiner Zeit gab es ein vergleichbares Werk, das die Passion Christi so authentisch zum Ausdruck gebracht hat. War es ein Akt tiefen Glaubens und religiöser Leidenschaft das Werk zu erschaffen? Für ein notwendigerweise anonymes Wirken waren weder Ruhm noch Ehre zu erwarten.

Kein Vergleich zum Original

Für das Haus Savoyen ist ihr heiliges Tuch bald ein Exportartikel. Zahlreiche Kirchen und Klöster statten sie mit offiziellen Kopien aus. 1999 entdeckt man im alten Benediktinerkloster von Broumov in Tschechien zufällig eine solche Kopie. Sie stammt aus dem Jahr 1651 und trägt die Aufschrift "Extractum ab Originali" - "gefertigt nach dem Original".


40 von Künstlern gemalte Auftragskopien sind heute bekannt. Doch keine kommt an das Original heran. Das fotografische Negativ macht die Unterschiede sichtbar. Es fehlt die geheimnisvolle plastische Wirkung, die das Turiner Vorbild so lebensecht erscheinen lässt.

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