Gene Savoy auf Entdeckungstour

Jäger verlorener Schätze - Das Geheimnis der Wolkenmenschen

Im Reich der Inka wurde der Mythos von Eldorado geboren. Kaum hatten die Konquistadoren die Indios besiegt, begann die besessene Suche nach dem Gold ihrer Könige.

Auch Gene Savoy ist besessen vom Mythos Eldorado, aber er sucht nicht nach Gold. Der Amerikaner forscht nach steinernen Bollwerken einer untergegangenen Kultur: das Land der Chachapoya, der Wolkenmenschen.

Begeisterter Amateur-Forscher

4.500 Meter hoch in den Anden herrschen dünne Luft und Eiseskälte, mitunter gibt es auch Schneestürme. Verbirgt sich dort eine vom Urwald verschluckte Stadt, wie Gene Savoy verspricht?

74 Jahre ist der Abenteurer alt, und noch immer geht Gene Savoy auf mühsame Entdeckungstour. Ein Entdecker, der den Archäologen viel Arbeit verschafft.

Schon als junger Mann war Savoy von den Hochkulturen der Indio-Völker fasziniert. In Guatemala studierte der begeisterte Amateur-Forscher die Tempelruinen der Maya. Aus dem Zeitungsreporter wurde ein ehrgeiziger Abenteurer. 1969 ging Savoy auf große Fahrt. Er hatte ein Schilfboot rekonstruieren lassen, wie es die Indios an der Westküste Südamerikas vor 500 Jahren bauten. Savoy kennt die Legenden der Inka, die von langen Seereisen berichten. Er segelte von Peru nach Panama um zu zeigen, wie schon andere vor ihm, dass ein Kulturaustausch zwischen Mittel- und Südamerika bestanden haben könnte. Zwei Dutzend Expeditionen lenkte er schon in die Dschungelwelt Perus.

Grandiose Ausblicke

Jahrzehnte später geht der Veteran vielleicht zum letzten Mal auf Entdeckungstour. Beim überqueren der Puña, den Grasflächen des Hochgebirges, sind 30 Treiber mit von der Partie und ein Dutzend Abenteurer und Wissenschaftler.

Ständiger Regen hat den Pfad in einen Sumpf verwandelt, doch grandiose Ausblicke entschädigen für die ungewohnten Anstrengungen. Auch hier haben einst spanische Konquistadoren die Bergketten überquert, bevor sie in den Dschungeln des Amazonasbeckens nach Eldorado suchten. Das Ziel ist der Osthang der Andenkette. Hier zieht sich der Urwald des Amazonas-Beckens bis auf eine Höhe von über 3.000 Metern. Ein gespenstisches Land voll dampfender Wolken.

Den Wolkenmenschen auf der Spur

Gene Savoy war schon immer davon überzeugt, dass der Urwald im Hochland Zeugnisse verbirgt, die Licht in das Dunkel der Geschichte bringen. Denn hier soll einst das verschwundene Volk der Chachapoya geherrscht haben. Wer den Wolkenmenschen auf die Spur kommen will, muss immer wieder schwierige Hindernisse überwinden. Jeden Meter müssen die Macheteros mit ihren Macheten für die Expedition frei schlagen. Auch wenn es schwierig ist, vom Regenwald überwucherte Mauern zu finden, der Anblick von Resten einer Zivilisation, die seit 500 Jahren kein Mensch mehr gesehen hat, entschädigt für die Strapazen.

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