Der Preis der Schönheit

Teil 2 der "Geschichte der Schönheit - mit Senta Berger"

Dokumentation | Terra X - Der Preis der Schönheit

Im zweiten Teil "Der Preis der Schönheit" zeigt Senta Berger, dass Schönheitsideale oft mit hohem körperlichen Einsatz erkauft werden müssen und Schönheit als kostbares Gut gehandelt wird.

Beitragslänge:
43 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 24.07.2017, 06:45
Produktionsland und -jahr:
2013
Altersbeschränkung:
Freigegeben ab 6 Jahren

Schönheit ist alles andere als ein demokratisches Gut: Der eine hat’s, der andere nicht. Alles höchst ungerecht, wie auch ein spannendes wissenschaftliches Experiment beweist: Schöne Menschen werden von Kindesbeinen an viel mehr gefördert als unattraktive. Doch der Preis der Schönheit kann teuer bezahlt sein: Schon die Griechen der Antike wussten, dass die Schönheitsgöttin Aphrodite am liebsten mit dem Kriegsgott Mars liebäugelte. Kampf, Neid und Missgunst waren in der Geschichte oft die verlässlichsten Begleiter der Schönheit.

Schon die Geburt der Schönheit beginnt mit einem grausamen Vatermord, wie die antike Sage von der Geburt der Schönheitsgöttin Venus erzählt. Und dass der Anblick von überwältigender Schönheit grundsätzlich tödlich endet, hat schon vor 150 Jahren der Dichter August von Platen behauptet.

Schönheit muss leiden

"Schönheit muss leiden" – so weiß es schon das deutsche Sprichwort. Und wenn Senta Berger in die Weltgeschichte blickt, dann wird klar, wie sehr. Ob die Tellerlippen afrikanischer Ureinwohner, die Schmucknarben amerikanischer Indianerstämme, die Lotusfüße weiblicher Chinesen, die Halsringe der Frauen von Myanmar oder auch das Tattooing und Piercing unserer modernen Welt – all diese Schönheitsideale sind mit hohem körperlichem Einsatz und oft unter großen Schmerzen erkauft. Senta Berger spürt den Gründen für dieses irritierende Phänomen nach, das unsere gesamte Weltgeschichte durchzieht.

Auch der Preis der Schönheit ist hoch. Auf den orientalischen Sklavenmärkten des Mittelalters, wo für blonde Frauen aus nördlichen und östlichen Ländern Spitzenpreise erzielt wurden, wurde Schönheit als kostbarstes Gut gehandelt. Als so begehrenswert, dass man sie regelmäßig hinter Haremstüren vor den Blicken der Welt verschloss. Tragik und Glanz liegen da oft dicht beieinander. Senta Berger erzählt die Geschichte von Roxelane, jener Haremssklavin, die als Kriegsbeute nach Istanbul verschleppt wurde, es im Topkapi-Palast des osmanischen Sultans Süleyman aber zu höchstem Ansehen brachte.

Verführerisches Wissen aus 1001 Nacht

Moderne Wissenschaftler haben inzwischen das Geheimnis der orientalischen Schönheitsmittel entschlüsselt, die im Harem wie in einem Schönheitslabor über Jahrhunderte entwickelt wurden. Die moderne Kosmetikindustrie, die es auf einen weltweiten Umsatz von 140 Milliarden Dollar bringt, bedient sich auch heute noch am verführerischen Wissen aus 1001 Nacht. Wie etwa der weltberühmte Parfümeur Serge Lutens, der in Marrakesch residiert und für die teuersten Parfümmarken der Welt seine Düfte kreiert. Immer noch ist einer der wesentlichen Inhaltsstoffe des Parfums das Ambra, eine Ausscheidung des Pottwals, die nur selten im Meer gefunden wird und so kostbar ist, das man sie noch heute mit Gold aufwiegt.

Wissenschaftliche Highlights verbinden sich mit den faszinierenden Rekonstruktionen historischer Sternstunden, immer begleitet von der Frage nach dem zwingenden Mechanismus dieses ewigen Rätsels: Wie funktioniert "Schönheit" denn eigentlich?

Datum:

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