Handel und Transport

Waren aus aller Welt

Heuschrecken und Zikaden, Oliven und Feigen - die Tische der Athener waren in der Antike nicht so reich gedeckt wie heute. Fleisch konnten sich nur die Wenigsten leisten, stattdessen galten Insekten als Delikatesse.

Nur wenn für große Festlichkeiten ein Tier geopfert wurde, kamen auch die Ärmeren in den Genuss. In den meisten Häusern gab es aber Hühner und Ziegen, die Tiere lebten zusammen mit den Menschen.

Heuschrecken als Delikatesse

Das nahe Meer lieferte den Fisch, der zusammen mit Brot und einer dickflüssigen Linsensuppe das Hauptnahrungsmittel war. Die Bauern aus dem Umland verkauften Früchte und Gemüse. Das Angebot allerdings sah noch anders aus als heute: Die Melonen waren winzig, Äpfel rar, Kartoffeln und Tomaten kannte man noch nicht. Dafür schätzten die Athener neben Feigen und Oliven auch Heuschrecken und Zikaden, die auch Aristoteles als Delikatessen rühmte.

Billige Menschenkraft

Das universelle Transportmittel der Antike waren die Amphoren. Hunderte davon wurden alleine auf der Agora ausgegraben. Hunderttausende davon müssen in Athen hergestellt worden sein. Jede einzelne war mit einem Siegel versehen, das ihren Inhalt und ihre Herkunft beschrieb. Die Töpfer prägten sie in den noch ungebrannten Ton der Amphoren ein.


Die Tongruben und Steinbrüche der Metropole lagen vor den Toren der Stadt. In sengender Hitze bauten Tausende von Sklaven den Marmor für die Prachtbauten Athens ab. Heute gewinnt eine Handvoll Arbeiter mit Hilfe riesiger Maschinen den Marmor für die Rekonstruktion des Parthenon. Man schätzt, dass im Altertum auf einen freien Athener Bürger drei Sklaven kamen. Nur weil Menschenkraft billig war, konnte eine Stadt mit mehreren Hunderttausend Bewohnern überhaupt funktionieren. Sklaven waren ein Wirtschaftsfaktor, und deshalb wurde die Sklaverei nie in Frage gestellt.

Gespalten wird der Marmor immer noch wie vor 2000 Jahren. Mit Hammer, Eisenkeilen und einem aus Erfahrung gespeisten Wissen von der Struktur des Steins. Auch die modernen Steinmetze wissen den Stein zu lesen. Millimetergenau schlagen sie die neuen Bauteile für das Parthenon aus den rohen Blöcken.
Wenn die Meißel stumpf werden, liefert der Schmied neues, scharfes Werkzeug. Wie Hephaistos, Gott des Feuers und der Schmiede, beherrscht er das Zusammenspiel von Feuer und Wasser bei der Härtung des Stahls.

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