Hexenkessel Peking

Chronik des Boxeraufstands

Not und Hunger bilden in China zu Beginn des 19. Jahrhunderts Zündstoff für Rebellion. Männer, die sich "Faustkämpfer für Gerechtigkeit und Eintracht" nennen, greifen ausländische Kolonialisten an, denen sie die Schuld am Elend geben. Die Revolte treibt den Untergang des Kaiserreichs maßgeblich voran. Sie geht als "Boxeraufstand" in die Geschichte ein.

Gruppenbild von bewaffneten Chinesen Quelle: ZDF


14. November 1897 Nach dem Mord an zwei deutschen Missionaren landen drei deutsche Kriegsschiffe in der Bucht von Jiaozhou in der Provinz Shandong.


1898 Überschwemmungen und erste Unruhen in der Provinz Shandong


1900,
Januar Edikt Cixis zum Boxeraufstand ohne klare Parteinahme


28. Mai Die Boxer zerstören Eisenbahnanlagen und Telegrafenmasten in der Umgebung von Peking.


31. Mai Fast vierhundert Soldaten treffen als Wachmannschaften der Botschaften in Peking ein.


Ab Juni Nahezu 2000 Ausländer sind in Peking eingeschlossen. Die westlichen Mächte bilden ein gemeinsames Expeditionsheer.


4. Juni Die Gesandten in Peking fordern Truppenverstärkung. Die Telegrafenverbindung zwischen Peking und Tianjin wird gekappt.


10. Juni 2000 alliierte Soldaten unter Sir Edward Seymour brechen von Tianjin nach Peking auf.


11. Juni Der japanische Botschafter wird ermordet.


12. Juni Einmarsch der Boxer in Peking


16. Juni Sitzung der chinesischen Regierung unter Cixi und Kaiser Guangxu. Die Boxer legen Feuer in Geschäften, die ausländische Waren verkaufen.


17. Juni Alliierte Truppen erobern die Dagu-Forts. Die chinesische Regierung beschließt die Kriegserklärung an die Ausländer. Die Gesandten sollen Peking innerhalb von 24 Stunden verlassen.


20. Juni Der deutsche Gesandte, Baron Clemens von Ketteler, wird ermordet. Die chinesische Armee eröffnet das Feuer auf das Botschaftsviertel.


21. Juni Die chinesische Regierung erklärt den Ausländern offiziell den Krieg.


21. Juni -14. Juli Massive Angriffe auf Teile des Botschaftsviertels. Welle von Ausschreitungen gegen Christen im ganzen Land


27. Juni In ihrem einzigen eindeutigen Edikt lobt Cixi die Boxer.


14. Juli Die Alliierten erobern Tianjin.


15. Juli -13. August Fortsetzung der Belagerung des Gesandtschaftsviertels durch die kaiserliche Armee


16. Juli Bericht der Londoner "Daily Mail" über ein angebliches Massaker an den Gesandten in Peking


18.-29. Juli Waffenruhe in Peking


27. Juli Deutschland entsendet gemeinsam mit anderen Staaten ein schlagkräftiges Expeditionskorps nach China. "Hunnenrede" Kaiser Wilhelms II.


4. August Das alliierte Heer bricht mit 20.000 Soldaten von Tianjin nach Peking auf.


13. August Einmarsch des Expeditionskorps in Peking


14.-17. August Peking wird geplündert.


15. August Cixi und Guangxu fliehen nach Xi'an.


Oktober/November Deutsche Strafexpedition gegen die längst besiegten Boxer


7. September 1901 Das internationale "Boxerprotokoll" räumt den europäischen Mächten neue Sonderrechte ein.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet