Heyerdahl - der empirische Wissenschaftler

Thor Heyerdahl überquerte mit einem Schilfboot den Pazifik

"Die Ozeane trennten die Völker nicht - sie verbanden sie miteinander", erklärte der Abenteurer Thor Heyerdahl. 1947 erlangte er Weltruhm, als er mit sechs Besatzungsmitgliedern auf dem nach alten Inka-Konstruktionen gebauten Balsa-Floß "Kon-Tiki" den Pazifik von Peru bis Tahiti überquerte.

Nach dem grandiosen Erfolg dieser über 8.000 Kilometer langen Fahrt, die er in 101 Tagen bewältigte, blieb die Fachwelt skeptisch.

Vermutungen

In den folgenden Jahren bewies er mit seinen Papyrusboot-Expeditionen, die Möglichkeit von transozeanischen Kontakten. Der inzwischen verstorbene Wissenschaftler lieferte uns somit vielleicht auch eine Erklärung, wie sich das Pyramidenmodell verbreitet haben könnte.

Bemerkenswert scheint, dass meist überall dort, wo diese Bauwerke entstanden, auch Darstellungen von Binsenschiffen mit sichelförmigen, maritimen Linien auftauchen. "Es ist schockierend, wie viele Dogmen es selbst heute noch in den Naturwissenschaften gibt", ereiferte sich Heyerdahl, der interdisziplinäre Forschungsansätze sucht.

"Missing Link"

Auf der Suche nach dem Geheimnis der Pyramiden muss man die Gesamtheit der kulturellen Hinterlassenschaften prüfen, denn einzeln betrachtet lassen sich letztlich nur architektonische Ähnlichkeiten feststellen, aber keine schlüssigen Beweise finden. Heyerdahl machte die Beobachtung, dass die Stufenpyramiden der östlichen Kernzentren früher Hochkulturen um 3000 vor Christus in Ägypten oder in Mesopotamien und die Funde an den westlichen Küstenkulturen am Atlantik erstaunliche Ähnlichkeiten aufweisen.

Er entdeckte Stufenpyramiden auf den Kanarischen Inseln, die mesopotamischen Vorbildern entsprechen, aber auch mit präkolumbischen Pyramiden in Peru und Mexiko vergleichbar wären. Er wägte Hunderte von Indizien ab. Betrachten wir Kulturparallelen als Block, könnten sie irgendwann zu Beweisen werden. Die Kanarischen Inseln könnten den "Missing Link" zwischen Alter und Neuer Welt sein.

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