Ideenklau durch Horace Day

Skrupelloser Geschäftsmann als lästiger Widersacher

Horace Day ist ein vermögender und skrupelloser Geschäftsmann und selbst an mehreren Kautschukfabriken beteiligt. Aufmerksam hat er jeden Schritt Goodyears beobachtet und seine Werkstatt ausspionieren lassen. Jetzt kommt ihm ein Zufall zu Hilfe.

Goodyear beschäftigt einen Schuhmacher namens Cutler, um Gummischuhe als Muster zu produzieren.

Geheimnisse aus Goodyears Werkstatt

Als Goodyear ihm sein Gehalt schuldig bleibt, bietet der verbitterte Schuster sein Wissen Horace Day an. Eine Gelegenheit, auf die der Unternehmer nur gewartet hat. Für 60 Dollar erfährt er Geheimnisse aus Goodyears Werkstatt. Kopiert Pläne von einem speziellen Ofen und beginnt unverzüglich Goodyears Verfahren in seine Produktion einzubringen.

Charles Goodyear sitzt währenddessen wieder einmal im Schuldnergefängnis. Seine Frau Clarissa kann die Kinder kaum ernähren. Sie versuchen, von dem zu leben, was sie auf den Feldern der Umgebung finden. Es dauert nicht lange, da werden die Kinder schwer krank. Kaum ist Charles aus dem Gefängnis, zahlt er einen schrecklichen Preis für seine Besessenheit. Der dreijährige William Henry leidet an Fieber. Doch einen Arzt kann Goodyear nicht bezahlen. William Henry stirbt als Opfer der Armut, in die Charles seine Familie gestürzt hat.

Erbärmliche Trauergesellschaft

Sogar das Geld für einen Sarg und eine ordentliche Beerdigung fehlt. Nachbarn berichten, es sei die erbärmlichste Trauergesellschaft, die sie je gesehen hätten. Charles hadert mit seinem ansonsten so festen Glauben. Warum nur stellt Gott ihn auf eine so harte Probe? Wann wird ihm endlich die verdiente Anerkennung zuteil?

Im Juni 1844 erhält Goodyear die lang ersehnte Nachricht. Das amerikanische Patentamt erteilt ihm das Patent mit der Nr. 3633. Es beschreibt die Verwandlung von Naturkautschuk zu Gummi. Der Erfinder nennt seine Substanz "Metallic Gum Elastic Composition". Und den Prozess der Erhitzung wird er später als Vulkanisation bezeichnen.

Gummischuhe in Serie

Im folgenden Jahr geht es endlich bergauf. In Naugatuck gründet sein Schwager die Goodyear Metallic Rubber Company. 29 Mitarbeiter werden eingestellt, um Gummischuhe von gefälligem Design in Serie zu fabrizieren. Doch die Vulkanisation bleibt schwierig. Es gilt, die richtige Temperatur zu halten, damit die Hitze tief in den Kautschuk eindringt, ohne ihn zu verbrennen. Die Hälfte der Produktion ist Ausschuss.

Goodyear droht mit Anwalt

Goodyear bleibt zuversichtlich. Er ist zwar nicht an der Produktion beteiligt, aber am Verkauf von Lizenzen. Der einsetzende Goldrausch in Kalifornien beflügelt die Nachfrage. Goodyears Vision wird Wirklichkeit. Zeltplanen und wasserdichte Bekleidung, Schuhe und Stiefel aus Indian Rubber werden von den Goldgräbern dringend gebraucht und mit Gold bezahlt. Das Geschäft beginnt zu florieren.

Horace Day, sein Konkurrent aus New Jersey, kennt keine Skrupel. Er hat einen von Gummifäden durchwirkten Stoff kopiert, der auf einmal Mode wurde und sogar versucht, Goodyears Patent unter seinem eigenen Namen anzumelden. Jetzt wehrt sich Charles Goodyear mit Hilfe eines Anwalts.

Nur durch massiven Druck erklärt Day sich bereit, eine einmalige Summe von 5000 Dollar an Goodyear zu zahlen. Dafür darf er den Stoff herstellen. Doch jedes andere Produkt bleibt von der Lizenz ausgeschlossen. Day denkt jedoch nicht daran, sich an den Vertrag zu halten. Ihm ist nicht entgangen, dass in Naugatuck inzwischen 50.000 Paar Gummischuhe pro Tag produziert und im New Yorker Hafen große Mengen Rohkautschuk angelandet werden.

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