Interne Machtkämpfe

Streit um Thronfolge und Strategie gegen die Besatzer

Die Römer erobern eine Stadt nach der anderen. Viele Rebellen fliehen nach Jerusalem. Die Heilige Stadt ist der Zufluchtsort aller Widerstandskämpfer, die dem Tod oder der Versklavung durch die römischen Legionen entkommen können.

Flavius vor Vespasian und Titus

Auch der fanatische Rädelsführer Yohannan erreicht die Jerusalem. Schon bald eskalieren die Streitigkeiten zwischen den verschiedenen Widerstandsgruppen, die kämpfen wollen, und den Hohepriestern und Gemäßigten, die auf Verhandlungen setzen. Schließlich dringt Yohannan in den Tempelbezirk ein, fordert ein Ende der Verhandlungen und bezichtigt die Hohepriester und die Gemäßigten des Versagens und des Verrats.

Machtvakuum in Jerusalem und Rom

Die Extremisten werden auf dem Tempelberg festgesetzt. Mit letztem Aufgebot lassen die Hohepriester den Tempelberg umstellen. Aber Yohannan und seine Genossen können sich befreien. Sie nehmen die Gemäßigten gefangen und bringen sie später um. Danach richten sie ihre Angriffe gegen die religiöse Elite. Der Tempelbezirk gleicht einem blutigen Schlachtfeld. In dem Machtvakuum, das nach dem Tod der gemäßigten Führer und der Hohepriester entsteht, fällt die Stadt in die Hände rivalisierender Extremisten, die alle um die Vormacht streiten.


Vespasian weiß durch Überläufer von den internen Machtkämpfen und wartet mit einem Angriff ab. Vielleicht, so hofft er, erledigt sich das Problem dadurch von selbst. Doch dies ist nicht der Grund, weshalb die römischen Operationen in Judäa plötzlich eingestellt werden. Im Juni des Jahres 68 begeht Nero Selbstmord. Im Römischen Reich entbrennt der Machtkampf um die Nachfolge, aus dem sich Vespasian vorerst heraushält. Er unterbricht seinen Feldzug, weil er zur Fortführung des Krieges erst vom neuen Kaiser als Feldherr bestätigt werden muss.

Josephus' Prophezeiung wird wahr

Vespasian als Kaiser

Nachdem drei Kaiser während eines Jahres in rascher Abfolge gescheitert sind, nutzt Vespasian die Unterstützung seiner Truppen und lässt sich zum Kaiser ausrufen. Die Prophezeiung des Josephus, der während seiner Gefangenschaft zu Vespasian und Titus gesagt hatte, dass Nero nicht mehr lange Kaiser sein werde und die Nachfolger vor ihm stünden, wird tatsächlich wahr. Doch zunächst muss noch der amtierende Kaiser Vittelius aus dem Weg geräumt werden. Nach blutigen, bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen setzen sich Vesapsians Truppen in Rom durch. Die Siegesmeldung erreicht Vespasian im Dezember 69. Seinem Sohn Titus, der der dadurch zum Erbe des Kaisers wird, legt er die Niederschlagung des jüdischen Aufstandes in die Hände.

Titus und Flavius Josephus vor Jerusalem

Auf dringenden Befehl seines Vaters rückt Titus als frisch gebackener Feldherr gegen die jüdische Metropole vor. Im Tross ist auch Josephus, der wegen seiner zutreffenden Prophezeiung von Vespasian freigelassen wurde. Nach vier Jahren sieht der Priester den bedrohten Mittelpunkt seiner jüdischen Welt wieder. Für Josephus eine außerordentlich schwierige Situation, denn Titus braucht seine Kenntnisse, um die größte Herausforderung seines Lebens zu bestehen: die endgültige Niederschlagung des jüdischen Aufstandes.

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