Jacksons Goldader

Sagenhafter Goldfund in den Coast Mountains

Schatzjäger Rob Nicholson ist sicher, dass einer von Tausenden Goldsuchern fündig wurde. 1906 schreibt der schwerkranke Goldsucher William Jackson aus San Francisco kurz vor seinem Tod einen letzten Brief. Der Adressat ist unbekannt, doch eine beglaubigte Abschrift des fiebrigen Vermächtnisses blieb erhalten.

Jackson beschreibt einen sagenhaften Goldfund in den Coast Mountains, den er selbst gemacht haben will.

Vage Beschreibungen

Doch wo ist dieser Fluss? Jackson hatte sich verirrt, machte seinen Fund durch einen glücklichen Zufall. Deshalb enthält sein Brief nur vage Beschreibungen - aber keine Karte, keine Ortsnamen. Jacksons Route zu entschlüsseln ist der Weg zu Slumachs Gold. Davon sind die Schatzjäger überzeugt. Aufgebrochen ist Jackson angeblich von einem geheimnisvollen Ort an einem Friedhof aus. Gräber erzählen vom Schicksal der Bewohner. Die Toten sind weiße Siedler, Goldsucher. Der Friedhof der Goldgräber-Stadt Tipella. Aus Furcht vor Grizzlys und Pumas trägt jeder Mann eine Waffe. Die Wildnis hat den Ort zurückerobert - an dem einst die sagenhafte Schatzsuche begann.

Jeder, der auf Gold aus war, landet früher oder später in Orten wie Tipella. Dort rekrutieren die Mining Companys ihre Arbeiter für den kargen Job in den Minen. In den Goldgräberunterkünften wird auch Jackson gelebt haben, auf der Suche nach einer Arbeitsstelle.

Einsamer Entschluss

Nach Schichtende wird aus dem trostlosen Nest ein zweites El Dorado - zumindest in der Phantasie der Goldgräber. In den Saloons fliegen noch immer die Träume hoch von einem sagenhaften Indianerschatz. Auch bei einem Minenarbeiter wie William Jackson. Er fasst einen einsamen Entschluss. Die Quellen deuten an, dass er von einem Tag auf den nächsten kündigt und für mehr als zwei Monate in der Wildnis verschwindet. Hat er einen Tipp bekommen? Sein Weg zum Gold führt über rätselhafte Wegmarken.

Lennartz und Nicholson sind sicher, dass der Weg mitten hinein in das Terrarosa-Massiv führt. Jacksons Gold ist auch Slumachs Gold. Rob Nicholson traut sich die Strapazen nicht mehr zu. Nicht nur wegen der extremen körperlichen Belastungen des einwöchigen Trips.

Nicholson ist die mutmaßliche Jackson-Route schon einmal allein gegangen. Auf der einsamen Jagd nach dem Gold, die nun auf's neue beginnt, hatte Rob Nicholson ein furchtbares Erlebnis. Eine Begegnung, die den kühlen und rationalen Mann bis heute verstört.

Menschenfressende Geister

Nicholsons Beobachtung könnte leicht als Spinnerei abgetan werden - gäbe es nicht mehr als ein Dutzend ähnlicher Berichte von Geistererscheinungen. Wilde Stories von zweiköpfigen Schlangen und menschenfressenden Geistern, halb Mensch, halb wildes Tier. In der Welt der Indianer, sind solche "Spirits" Realität. In ihren Tänzen verehren die Stalos Fabelwesen wie den sogenannten "Sasquatch". Der Sasquatch beschützt die Elemente der Natur - auch das Gold.

Was geschah Nicholson und all den anderen Goldsuchern, die nichts heim brachten außer schrecklichen Erinnerungen. Toni Lennartz hat eine Vermutung. Ein Schnelltest überprüft Trinkwasserproben auf Quecksilber. Das Verfahren zeigt potenziell gesundheitsgefährdende Mengen von mehr als 0,01 Miligramm pro Liter Trinkwasser zuverlässig an: Positiv. In solchen Mengen kann Quecksilber Halluzinationen erzeugen und so manche Geistererscheinung erklären.

Quecksilber findet sich nicht nur in natürlichen Vorkommen in den Gewässern von British Columbia. Goldsucher benutzen das Schwermetall seit jeher, um Gold aus dem Sediment herauszuwaschen.

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