Jesus' Erfolgsgeheimnis

Mutiger Prediger mit einfacher Sprache

Wie kam es, dass Jesus so erfolgreich war?. Dass sein Wirken in die Gründung der größten Religion der Welt mündete, ist das große Rätsel der Geschichte. Eine Lösung: Jesus, der Mann aus Nazareth, der Wanderprediger, kommt zu den Menschen mit Botschaften, die alle verstehen.

Jesus benutzt die einfache Sprache des Volkes. Er ist ein Mann aus Galiläa. Fischer vom See Genezareth schließen sich ihm an. Sie werden seine Jünger, und folgen ihm zwei Jahre lang "auf allen seinen Wegen", bis zu seinem Tod. Weit waren diese Strecken aber nicht.

Bedürfnis nach Orientierung



Der Wirkungskreis Jesu ist ein kleines Gebiet, Orte, die nur wenige Kilometer voneinander entfernt liegen. Die Synagoge von Kafernaum gehörte dazu. Der biblischen Überlieferung nach, hat Jesus hier gepredigt. Auch aus historischer Sicht könnte Jesus die Synagoge von Kaphernaum noch mit eigenen Augen gesehen haben. Der jüdische Glaube ist sein Glaube, Zeit seines Lebens hat er dieses Erbe nie in Frage gestellt. Im Gegenteil: Er sucht die Synagogen auf, um Menschen den Glauben zu predigen, so wie er ihn versteht. Und seine Botschaft wird gehört: Sie trifft das Bedürfnis der Menschen nach Orientierung und stillt Sehnsüchte.

Das Erfolgsgeheimnis seiner Botschaft: Jesus kündigt den Anbruch einer neuen Zeit an. Das Ende der alten Welt, auf deren Trümmern das Reich Gottes errichtet werden wird. Eine Hoffnung, die damals viele Menschen hegen. Und noch etwas ist es, was die Menschen an Jesus fasziniert, was sie nachfolgen lässt: Sie trauen ihm zu, er könne mit Gott in direkte Verbindung treten, er könnte die Brücke schlagen zwischen ihnen und Gott: ein jüdischer "Mystiker".




Übernatürliche Kräfte

Die Bibel berichtet, dass Jesus übernatürliche Kräfte besitzt. Er erweckt einen Toten mit Namen Lazarus wieder zum Leben. Und von noch anderen ungewöhnlichen Fähigkeiten wird erzählt: auf einer Hochzeit verwandelt Jesus Wasser zu Wein. Die Bibel schildert Jesus als Mann, der die Stürme besänftigt, der auf dem Wasser geht, der Dämonen austreibt.

Die vielen Facetten Jesu haben alle etwas gemein: Sie stellen die bestehende Ordnung in Frage. Und Jesus, der Rebell, ist mutig: Er wagt sich nach Jerusalem, in das jüdische Machtzentrum. In seinen Augen ist der Tempel, das Haus Gottes, entweiht. Kaufleute haben sich breit gemacht, Händler verdienen an Opfertieren, Geldwechsler an der Tempelsteuer. Es wird geschachert und gefeilscht. Jesus - so erzählt die Bibel - wird handgreiflich. Seine Attacke gegen die Geschäftemacherei ist vor allem ein Angriff gegen die mächtige Priesterschaft, die daran mitverdient.

Geheimnisvolles Gemälde

Jesus kennt das Risiko. Er ahnt, dass er seine Mission mit dem Tode bezahlen wird. Ist das der Grund, warum er seine Jünger zu einem letzten Abendmahl versammelt? So jedenfalls schildert es die Bibel. Das letzte Abendmahl ist wohl eine der berühmtesten Szenen der Bibel. Viele Künstler haben sie dargestellt. Auch der große Renaissancemaler Leonardo da Vinci. Ein Gemälde voller Geheimnisse.



Besonders auffällig: Einer der Männer, der "Lieblingsjünger" Johannes hat weibliche Gesichtszüge. Wollte Leonardo damit andeuten, dieser Jünger sei in Wirklichkeit eine Frau gewesen? Vielleicht Maria Magdalena, die "Sünderin"? Ihr wird eine besondere Beziehung zu Jesus nachgesagt. Spekulationen darüber blühen in Filmen und Romanen. Jesus und Maria Magdalena - eine tragische Liebesgeschichte?

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