Kampf mit dem Widersacher

Temüdschin sucht den Konflikt mit Schwurbruder Jamuka

Um das Jahr 1200 ist Temüdschin ein Kriegsheld. Immer mehr Mongolen schließen sich ihm an, denn an seiner Seite zu kämpfen, heißt reiche Beute zu machen. Temüdschin fühlt sich jetzt stark genug, an den Tataren für die Ermordung seines Vaters Rache zu nehmen.

Das Gemetzel ist grausam, Temüdschin übt blutige Vergeltung. Jene Tataren, die im Kampf sterben, können sich glücklich schätzen, denn alle Überlebenden lässt er am Achsstift messen. Jedem Mann, der die Achse eines Ochsenkarrens überragt, wird der Kopf abgeschlagen. Nur Kindern, Mädchen und jungen Frauen bleibt dieses Schicksal erspart, ihnen steht lebenslange Sklaverei bevor.

Abgrundtiefer Hass

Aber Temüdschin ist nicht der einzige, der mit aller Macht die Vorherrschaft über die Völker des Ostens erringen will. Auch Jamuka, Temüdschins Schwurbruder aus Kindertagen, ist inzwischen ein erfolgreicher Feldherr. Aus der innigen Freundschaft der beiden ist abgrundtiefer Hass geworden. Jamuka schart Truppen um sich, um gegen seinen Schwurbruder bestehen zu können. Als Zeichen ihres neuen Bündnisses opfern die abtrünnigen Heerführer einen Schimmel und machen Jamuka zu ihrem Anführer.

Das Blut des geopferten Schimmels soll den ewigen Zusammenhalt des Bundes besiegeln. Doch Jamuka ist nicht stark genug, Temüdschin auf offenem Feld anzugreifen. Sein einstiger Schwurbruder ist noch immer mit To'oril verbündet. Aber Jamuka ist ein Meister der Intrige. Er gewinnt To'orils Sohn, der auf Temüdschin eifersüchtig ist, für einen hinterhältigen Plan.

Geschickte Heiratspolitik

Temüdschin spürt die Intrige. Zwar ist er noch immer ein Vasall To'orils, aber der alte Kereitenführer scheint Temüdschin nach seinem Tod die Führung der Kereiten überlassen zu wollen. Temüdschin versucht, seine Position durch geschickte Heiratspolitik zu stärken: Einer seiner Söhne soll mit einer Enkelin To'orils vermählt werden.



Nun geht Jamukas Saat auf. Der eifersüchtige Sohn hintertreibt die Heirat. Für Temüdschin eine Beleidigung, die er nicht hinnehmen kann. So zerbricht das Bündnis zwischen To'oril und dem künftigen Khan. Jamuka nutzt die Gunst der Stunde, um seinen lang gehegten Plan zu verwirklichen und mit To'orils Hilfe seinen Widersacher auszuschalten.

Steppe voller Blut

Der Krieg ist unausweichlich. To'oril und Jamuka ziehen gemeinsam gegen Temüdschin. Nach drei Tagen ist die Steppe vom Blut der Verwundeten und Toten getränkt. Temüdschin, der künftige Khan, hat seine Widersacher vernichtend geschlagen. To'oril fällt auf der Flucht, Jamuka entkommt mit knapper Not. Von nun an ist der Triumph Temüdschins nicht mehr aufzuhalten. Immer mehr Stämme und Völker unterwerfen sich kampflos seiner Herrschaft.



Jamuka hat den Zenit seiner Macht überschritten. Er, der einst Zehntausende Krieger unter seinem Kommando hatte, muss sich nun mit wenigen Anhängern in den Bergen vor den Verfolgern verstecken. Ein letztes Mal versucht Jamuka Bündnisse gegen seinen Schwurbruder zu schmieden. Er wechselt immer wieder die Seiten, verbündet sich selbst mit ehemaligen Feinden und plündert sogar die eigenen Völker aus. Schließlich erheben sich auch seine letzten Getreuen gegen ihn. Gefesselt und erniedrigt, wird Jamuka von seinen ehemaligen Weggefährten an Temüdschin ausgeliefert. Doch der Verrat kommt den Häschern teuer zu stehen. Nichts ist dem Heerführer so verhasst wie Treulosigkeit.

Bitte um standesgemäßen Tod

Temüdschin bietet seinem Schwurbruder an, die Feindschaft zu begraben und an seine Seite zurückzukehren. Doch Jamuka kann und will das großzügige Angebot nicht annehmen. Er bittet nur um einen standesgemäßen Tod.



Temüdschin gewährt Jamuka seinen letzten Wunsch und lässt die sterblichen Überreste bestatten.

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