Katastrophe am Omaha Beach

Sherman DD-Tanks sinken ohne Feindeinwirkung

Die Operation Overlord im Ärmelkanal war das größte Landungsmanöver der Geschichte. Etwa 7000 Schiffe der Alliierten mit 287.000 Mann an Bord näherten sich der Küste in der Normandie.

Auf streng festgelegten Routen hatten die Landungsboote allein für den Abschnitt "Omaha Beach" 29 Schwimmpanzer an Bord.

Die Landungsboote erreichten ihr Ziel

Die See war unruhig und die Anspannung an Bord der Landungsboote wuchs. Viele Soldaten waren von der langen Überfahrt seekrank und hatten Angst. Etwa sechs Kilometer vor der Küste verließen die Spezialpanzer die Landungsboote, direkt in die aufgewühlte See. Von da an kämpften die Männer ums nackte Überleben.


Der Ausfall fast aller Schwimmpanzer im Invasionsabschnitt "Omaha Beach" brachte das Unternehmen gefährlich ins Wanken. Die bereits gelandete Infanterie blieb dem Feind schutzlos ausgeliefert. Als die "Sherman DD-Tanks" vor der Küste ohne Feindeinwirkung sanken, gingen mit ihnen zwei überlebenswichtige Faktoren verloren: Deckung und Feuerschutz.

Panik bricht aus

Phil Fitts erinnert sich: "Jonny rief mich, ich solle zu ihm nach oben kommen und ihm helfen, die Stützstreben zurückzuhalten. Denn immer, wenn die Wellen gegen die Seiten der Schürze trafen, bogen sich die Streben nach innen und das Wasser schwappte herein. Während des gesamten Trainings in England hatten wir nie mit derartigen Schwierigkeiten zu kämpfen."

Plötzlich versagten die Leckwasserpumpen und Motor ging aus. Der Panzer war bereits vollgelaufen. Phil Fitts musste untertauchen, um an die Waffen im Führerstand zu gelangen. In buchstäblich letzter Sekunde kam er aus dem Fahrzeug heraus. Mit vollgesogenen Kampfanzügen und Waffen in den Händen versuchten die GIs verzweifelt, sich über Wasser zu halten.

Wahrscheinlich blieben jedoch nur wenige Soldaten bis zur letzten Minute im Fahrzeug. Sonst hätten sie sich nicht mehr rechtzeitig aus den sinkenden Kolossen befreien können. Denn einmal überspült, fielen die schweren Tanks schlagartig auf den Meeresgrund. Die Soldaten gerieten in Panik. Mit schwerer Kampfkleidung aus 30 Meter Tiefe die rettende Oberfläche zu erreichen, war fast aussichtslos.

27 Spezialpanzer sinken

Von den 29 auf See ausgesetzten amphibischen Spezialpanzern für den Küstenabschnitt "Omaha Beach" erreichten nur zwei das Ufer. Die übrigen sanken ohne Feindeinwirkung aus zunächst ungeklärten Gründen. Vorausgeschickt, um die nachfolgende Infanterie zu schützen, fehlten die verloren gegangenen Stahlkolosse beim anschließenden Sturmangriff.

Der Amerikaner Bob Slaughter war 19 Jahre alt, als er am D-Day in der Normandie landete. Die Männer, die den 400 Meter langen Weg über den Strand geschafft hatten, konnten sich längst nicht in Sicherheit wiegen. Stundenlang harrten sie am Fuß des Steilufers aus, die deutschen Soldaten direkt über sich. Die zahlenmäßig unterlegenen Deutschen lauerten in optimalen Schusspositionen. Etwa 3500 alliierte Soldaten ließen am 6. Juni 1944 im deutschen Kugelhagel vor "Omaha Beach" ihr Leben.

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