Kieling - Expeditionen zu den Letzten ihrer Art (1)

Film von Andreas Kieling

"Kieling - Expeditionen zu den Letzten ihrer Art": Andreas Kieling mit einem jungen Jaguarkater.

Dokumentation | Terra X - Kieling - Expeditionen zu den Letzten ihrer Art (1)

Südamerika, Yellowstone Nationalpark, China und Namibia sind die Ziele, die Andreas Kieling im zweiten Teil seiner Reise rund um den Globus besucht.

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Der Jaguar war einst der Herrscher in den Sümpfen und Urwäldern Südamerikas. Mittlerweile lebt er in ständigem Konflikt mit Siedlern und Viehzüchtern. Wo immer sie den gefürchteten Konkurrenten erwischen können, trachten sie ihm nach dem Leben.

So hat sich die charismatische Katze in unwegsame Gegenden zurückgezogen und ist nur noch selten zu sehen.

Andreas Kieling durchstreift auf der Suche nach dem Jaguar die weiten Ebenen des Pantanal, eines ausgedehnten Feuchtgebietes im Westen Brasiliens. Er wird Zeuge eines Überfalls auf einen einheimischen Fischer, der den Klauen der Raubkatze schwer verletzt entkommen kann.

Weitaus ruhiger geht es bei der Suche nach Flussdelfinen zu. Andreas Kieling findet die Annahme der Wissenschaft von 2006 bestätigt, dass der legendäre Flussdelfin Beiji am Yangtse tatsächlich ausgestorben sein muss. Damit sind diese Tiere die ersten Großsäuger, die im dritten Jahrtausend für immer von unserer Erde verschwunden sind. Tagelang ist Kieling mit Fischern auf dem Fluss unterwegs - ohne Ergebnis. Der einzige Beiji, den er findet, ist ein präpariertes Tier im Naturkundemuseum in Shanghai.

Am Zusammenfluss von Amazonas und Rio Negro erfüllt sich für Andreas Kieling endlich ein lang ersehnter Wunsch: mit Flussdelfinen tauchen. Einheimische haben Delfine an sich gewöhnt und füttern die Tiere regelmäßig. Es sind Botos, rosa Amazonas-Flussdelfine. Das Wasser des Rio Negros ist zwar dunkel, aber doch so durchsichtig, dass wunderschöne Filmaufnahmen gelingen.

Namibia ist ein Land voller Gegensätze. Große Teile der Region bestehen aus Wüste und Halbwüste. Die kalten Meeresströmungen des Südatlantiks spenden oft den einzigen Niederschlag: in Form von Tautropfen. In einigen Gebieten hat es seit über zehn Jahren nicht mehr geregnet.

Trotzdem leben hier die größten Landsäuger unseres Planeten - Wüstenelefanten, eine Unterart des afrikanischen Savannenelefanten. Mehrere Wochen lang konnte der Tierfilmer den Tieren durch die Wüste folgen. Die Dickhäuter sind sehr selbstbewusst und angriffslustig. Bei den Dreharbeiten bekam Andreas Kieling das immer wieder am eigenen Leib zu spüren.

Der Yellowstone Nationalpark im Grenzgebiet von Montana, Idaho und Wyoming ist der älteste Nationalpark der Erde. Hier liegt nicht nur ein Supervulkan, der Park beherbergt auch mehr als die Hälfte aller aktiven Geysire der Erde. Große Herden von Steppenbisons, Wapitis, Pronghornantilopen, Maultierhirschen und Bighornschafen leben in der "Serengeti des Nordens". Schwarz- und Grizzlybären, Wölfe, Pumas und Kojoten machen Jagd auf die Pflanzenfresser.

Der Yellowstone ist heute im Gleichgewicht. Das war nicht immer so. Am Beispiel des Steppenbisons zeigt Andreas Kieling, wozu der Mensch in der Lage ist. Von dem schwersten Landsäugetier Nordamerikas lebten einst geschätzte 40 bis 50 Millionen Tiere in den großen Prärien. Nach dem Vernichtungsfeldzug der weißen Siedler blieben ganze 800 Tiere übrig. Der Yellowstone war das einzige Wildnisgebiet in den Kernstaaten der USA, wo diese Art überlebt hat. Heute gilt der Bestand an wilden Bisons wieder als gesichert.

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