Kielings wilde Welt (3)

Film von Iris Gesang und Andreas Kieling

"Terra X - Kielings wilde Welt (3)": Eine Gruppe von Königspinguinen auf den Falklandinseln.

Dokumentation | Terra X - Kielings wilde Welt (3)

Andreas Kieling will in Afrika die seltenen Äthiopischen Wölfe filmen. Dabei trifft er immer wieder auf Forscher und Spezialisten für Tier- und Naturschutz.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: ZDFneo, 31.07.2016, 08:10 - 08:50
Verfügbarkeit:
Video leider nicht mehr verfügbar
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2014
Altersbeschränkung:
Freigegeben ab 6 Jahren

Andreas Kieling begleitet Wolfsspezialist Claudio Sillero-Zubiri. Der Biologe bekämpft seit vielen Jahren die Ansteckung der Wölfe mit Tollwut durch die Hütehunde der Bauern. Das ist keine einfache Aufgabe in den Balé-Bergen, dem Hotspot für seltene Tierarten.

Nur 400 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Addis Abeba erstreckt sich die größte zusammenhängende alpine Landschaft des ganzen afrikanischen Kontinents - die Balé-Berge. Fast so groß wie das Saarland, leben hier nur noch rund 500 Exemplare der Äthiopischen Wölfe.

Mitten in Deutschland, im Rothaargebirge, lebt seit kurzem eine wilde Herde Wisente. Tierfilmer Andreas Kieling ist dort mit Jörg Tillmann unterwegs. Der Biologe hat über zehn Jahre lang alles daran gesetzt, eine achtköpfige Herde in die Freiheit zu entlassen. Die Tiere stammen - wie alle weltweit lebenden 4500 Wisente - aus einer Erhaltungszucht und sind deshalb an Menschen gewöhnt. Bevor die Kolosse in die freie Wildbahn dürfen, müssen sie noch eine wichtige Prüfung über sich ergehen lassen. Beim Scheuversuch wird getestet, ob die schwergewichtigen Pflanzenfresser sich wie Wildtiere verhalten und "ordnungsgemäß" vor dem Menschen flüchten.

Andreas Kielings nächstes Ziel sind die Alpen, Lebensraum des Bartgeiers. Der virtuose Flieger erreicht eine Spannweite von knapp drei Metern und wiegt bis zu sieben Kilogramm. Früher lebte der imposante Vogel überall in den Alpen, bis er Anfang des 20. Jahrhunderts durch hohen Jagddruck ausgerottet wurde. Seit 1986 wurden Bartgeier in den Alpenländern wieder angesiedelt. Andreas Kieling trifft den Leiter des internationalen Projekts, Prof. Hans Frey, bei der Auswilderung von Bartgeierküken. Ranger setzen die Jungvögel in einen Horst und füttern sie - ohne gesehen zu werden - vier Wochen lang täglich über ein Fallrohr. So verhindern die Ranger eine Fehlprägung auf Menschen.

Die letzte Etappe von "Kielings wilde Welt" ist Südgeorgien, eine außergewöhnliche Inselwelt, nur knapp 3700 Kilometer vom Südpol entfernt. Dort gelingen Andreas Kieling einmalige Aufnahmen einer riesigen Kolonie von Königspinguinen und von mächtigen kämpfenden Seeelefanten.

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