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Konkurrenz aus Rom

Karthago im Kampf gegen den Erzfeind vom Tiber

Rom war im 3. Jahrhundert vor Christus noch längst nicht die strahlende Metropole späterer Zeiten - aber eine Stadt mit Anspruch auf Weltmacht.

In zähen Kämpfen haben die Legionäre nicht nur alle Völker auf italienischem Boden unterworfen - im Vertrauen auf ihre gepanzerte Wucht legen sie sich auch mit dem mächtigen Nachbarn Karthago an.

Erster punischer Krieg

In einem fast zwanzig Jahre dauernden Krieg, dem ersten punischen Krieg von 246 bis 241 vor Christus, erobert Rom die karthagischen Kolonien Sizilien, Korsika und Sardinien. Ein Verlust, der die Handelsmacht an den Rand des Abgrunds bringt.


247 vor Christus kommt Hannibal zur Welt. Die Bedrohung durch Rom fällt wie ein dunkler Schatten auf seine Kindheit. Eine Kindheit, die schon sehr früh und ganz plötzlich von einem starken Pflichtbewusstsein erdrückt wurde. Als Neunjähriger muss er seinem Vater schwören, die Stadt am Tiber auf ewig zu hassen. Die Feindschaft gegen die Römer ist das Erziehungsprogramm Karthagos.

Hannibal, der Löwe

Pflicht bedeutet Kampf. Als Ersatz für die verlorenen Kolonien besetzen die Karthager Spanien mit seinen reichen Silberminen. Hannibals Lebensweg ist vorgezeichnet: Nachfolge des Vaters und Feldherr in Spanien. Vor allem soll er ein Löwe werden, dessen Gebrüll Rom erzittern lässt. Der Beginn einer einzigartigen Karriere und eine anhaltende Faszination für die Phantasie der Nachwelt - bis heute. Wo liegt das Geheimnis seines Erfolgs?

Wie Hannibal aussah, weiß man bis heute nicht. Alle Darstellungen des Karthagers sind Schöpfungen der Fantasie. Von seinen Zeitgenossen hat keiner sein Gesicht gemalt, gemeißelt oder auch nur beschrieben.

Rom oder Karthago

221 vor Christus ist Hannibal 26 Jahre alt und setzt alles auf eine Karte. Er belagert Sagunt, eine Stadt an der spanischen Mittelmeerküste. Sie steht unter römischem Schutz. Eine gezielte Provokation - mit Folgen, die der junge Feldherr einkalkuliert. Die Römer werden den Angriff auf ihre Verbündeten nicht tatenlos hinnehmen. Die Schlacht um Sagunt ist der Auftakt zu einem antiken Weltkrieg. Hannibal hat diesen Krieg gesucht, ein Kampf, der entscheiden soll, wem die Zukunft gehört: Rom oder Karthago.

218 vor Christus zieht eine gewaltige Armee in Richtung Italien: 40.000 Männer, 4000 Pferde und 37 Kriegselefanten. Hannibal weiß, er muss das Gesetz des Handelns diktieren und den Krieg an den Tiber tragen, sonst stehen römische Legionen vor Karthago. In Eilmärschen durchquert er die Schluchten der Pyrenäen. Sein erstes Ziel: Südfrankreich.

Geniale Taktik

Auch die Römer handeln sofort und verlegen Truppen in die Nähe des heutigen Marseille. Dort wollen sie das riesige Heer abfangen. Aber es taucht nicht auf. Es hat sich scheinbar in Luft aufgelöst. Hannibal, der geniale Taktiker, ist dem feindlichen Heer ausgewichen und zieht entlang der Rhone nach Norden.


Kriegselefanten sind der taktische Trumpf, mit dem Hannibal die Legionen vom Tiber besiegen will. Die exotischen Giganten sollen den Gegner niederwalzen und schon durch ihren bloßen Anblick demoralisieren. Doch bevor die "Panzer" der Antike gegen Römer zum Einsatz kommen, muss erst ein anderer Gegner bezwungen werden: die Alpen! Der einzige Weg nach Italien. Denn entlang der heutigen Côte d'Azur windet sich damals nur ein enger Küstenpfad.

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