Konquistadoren-Stadt Panama La Vieja

Projekt der Neuzeitarchäologie

Die Route des Konquistadoren-Goldes führt nach Panama. Hier lag die meistbefahrendste Schiffsroute des 16. Jahrhunderts. Die Spanier nannten die erste Stadt, die sie 1519 an der Pazifikküste Panamas gründeten, Panama La Vieja.

Der spanische Eroberer Balboa war der Entdecker der Westküste Amerikas, des Pazifiks. Seine Entdeckung widerlegte Kolumbus, der glaubte, den Seeweg nach Indien gefunden zu haben.

Eine Stadt wie eine Zeitkapsel

Panama La Vieja geriet in Vergessenheit, verdeckt von dichtem Urwald. Erst kürzlich begannen hier archäologische Ausgrabungen. Eine Stadt wie eine Zeitkapsel, in der im Mittelalter Menschen dreier Kontinente zusammenlebten. Eine Deutsch-Panamesische Archäologengruppe erforscht Panama La Vieja. Projektleiter ist der Tübinger Archäologe Dr. Rainer Schreg.




Freigelegt wurde zunächst der Fußboden eines Kloster-Hospitals. Unter dem Fußboden des Krankensaales liegen verstreut menschliche Knochen, aber auch einzelne intakte Begräbnisse. Wer waren diese Menschen? Woher stammten sie? Welcher sozialen Schicht gehörten sie an? Verantwortlicher Grabungsleiter von panamesischer Seite ist der Archäologe Juan Martín Rincón. Er ist Experte für Grab-Stätten und Knochen-Untersuchungen.




Zeichen der Allmacht

Der gut erhaltene unterirdische Wassertank des Klosters deutet auf die Größe der Anlage hin. Neben mehreren Kirchen, gab es sechs Klöster in Panama La Vieja: ein Zeichen der Allmacht der katholischen Kirche während der Eroberung Amerikas.





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