Kosmische Erleuchtung

Leseempfehlungen der Redaktion

Für Sterngucker und solche, die es werden wollen, gibt es viele interessante Sachbücher. Wenn Sie mehr über die Sterne, das Universum, ferne Galaxien und die Grundlagen der Astrophysik erfahren möchten: Eine kleine, aber feine Auswahl hat die Redaktion für Sie zusammengestellt.

Buch und Bild der Milchstraße
Buch und Bild der Milchstraße Quelle: ZDF,imago

Harald Lesch, Jörn Müller

Weißt du, wie viel Sterne stehen?

Wie das Licht in die Welt kommt
C. Bertelsmann
Nov. 2008, 320 Seiten
ISBN 978-3-570-01054-9


"Wissen wird einem nicht geschenkt", bekennen Harald Lesch und Jörn Müller im Vorwort ihres neuesten Werkes über Grundlagen und Wissensstand der astronomischen Forschung. Dabei machen die beiden Physiker die Mühen der Wissensaufnahme so leicht und angenehm wie möglich. Unterhaltsam, aber mit fachwissenschaftlichem Tiefgang erklären sie die Entwicklung von Sternen unterschiedlicher Masse, ihre Geburt und ihr Ende, vermitteln ein grundlegendes Verständnis des Materiekreislaufs im Universum und entführen den Leser in die Welt der Überriesen und Weißen Zwerge, der Pulsare, Doppel- und Neutronensterne. Farbige Fotos, Grafiken und Diagramme unterstützen die Darstellung. Formeln, Reaktionsgleichungen und Fachbegriffe finden sich im Anhang übersichtlich zusammengefasst. Ein bisschen naturwissenschaftliches Grundverständnis vorausgesetzt, ist dieses Buch ein hilfreicher Begleiter für alle, die mehr über Astronomie erfahren wollen.


Das Universum

Die große Bild-Enzyklopädie
Mit 2.500 Fotografien und Illustrationen
Dorling Kindersley
Sept. 2006, 512 Seiten
ISBN 978-3-8310-0946-6


Prall voll mit Wissenswertem, bestechenden Teleskopaufnahmen von Sternen, Sternnebeln und Galaxien sowie brillanten Grafiken bietet die Bild-Enzyklopädie ein umfassendes Panorama des heute bekannten Universums. Systematisch führt die Reise durch das Weltall ausgehend von unserem Sonnensystem über die Milchstraße zu vielen anderen Galaxietypen. Zentrale Vorgänge im All wie Geburt und Tod von Sternen werden anhand von Grafiken und wissenschaftlich fundierten, kompakten Texten anschaulich gemacht. Der ausführliche Atlasteil zeigt und beschreibt alle bekannten Konstellationen am Nachthimmel. Ein opulentes Nachschlagewerk für Hobby-Astronomen und zugleich eine faszinierende Einführung in das Fachgebiet.

Stephen Hawking, Leonard Mlodinow

Die kürzeste Geschichte der Zeit

Rowohlt Taschenbuch
Nov. 2006, 190 Seiten
ISBN 978-3-499-62197-0


Eine gute Nachricht für diejenigen, die es schon mal mit "dem Hawking" versuchten, aber irgendwann aufgeben mussten, weil es zu schwierig wurde: Den Bestseller des Jahrhundertgenies, die "kurze Geschichte der Zeit", gibt es in einer neuen Version. Aktualisiert, gekürzt und deutlich lesbarer als die Vorgängerwerke beantwortet das Kompendium die drängendsten Fragen der Kosmologie kurzweilig und allgemein verständlich: Woher kommt das Universum, wohin geht es? Kann es eine Theorie für alles geben? Auf manchen komplexeren Aspekt und auf Formeln wird verzichtet zugunsten eines breit angelegten Überblicks über das Thema, angefangen von der Entwicklung unseres Weltbilds über Relativitätstheorie, Urknall und das expandierende Universum bis hin zur Superstringtheorie. Beispiele aus dem Alltag und farbige Grafiken sorgen für Anschaulichkeit. Und die Ausführungen zu Schwarzen Löchern, Wurmlöchern und Zeitreisen machen sogar SciFi-Fans glücklich. Hawking nicht zu lesen - dafür gibt es nun eine Ausrede weniger.


Faszination Kosmos

Planeten, Sterne, schwarze Löcher
Spektrum Akademischer Verlag
Juni 2008, 292 Seiten
ISBN 978-3-8274-2001-5


Der vierte Band der ZEIT Wissen Edition zeigt, was Wissenschaftler heute über das Weltall wissen. In zehn Beiträgen vermitteln renommierte Forscher dem Laien nicht nur ihr jeweiliges Fachgebiet, sondern auch, was dessen Faszination für sie ausmacht. Der irakisch-britische Physiker Jim Al-Khalili erklärt das Phänomen der Zeit. Der russisch-amerikanische Kosmologe Alexander Vilenkin ist überzeugt, dass wir in einem von Abermillionen Paralleluniversen leben. Und der deutsche Astronaut Ulrich Walter legt dar, warum es außerirdisches Leben geben kann. Begriffserklärungen, Porträts wichtiger Forscher, Grafiken, Diagramme und Fotos illustrieren und ergänzen die Beiträge. Ergänzend laden Reportagen und Analysen namhafter Journalisten dazu ein, die gewonnenen Kenntnisse einzuordnen und sie aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Für interessierte Laien ein sehr empfehlenswerter, aktueller Einstieg in die Astronomie und Kosmologie.

Harald Lesch, Jörn Müller

Kosmologie für Fußgänger

Eine Reise durch das Universum
Goldmann Taschenbuch
Dez. 2001, 256 Seiten
ISBN 978-3-442-15154-7


Mit dem Begleitbuch zur Wissenschaftssendung "alpha-centrauri", das 2001 als eines seiner ersten populärwissenschaftlichen Werke erschien, schafft es Astrophysikprofessor Harald Lesch, nicht nur seine Fans den begehrten "Sternen-Stoff" zu bieten, sondern auch Laien für Astronomie zu begeistern. Die Entstehung der Erde, des Mondes und unseres Sonnensystems, das Werden und Vergehen der Sterne, aber auch Phänomene wie die berühmten Schwarzen Löcher werden klar, verständlich und ohne Formelballast erklärt. Ein solider Einstieg in die Materie zum Taschenbuchpreis - dieser kosmischen Reiseroute für Fußgänger kann man bedenken- und (fast) mühelos folgen.

Harald Lesch, Jörn Müller

Big Bang, zweiter Akt

Auf den Spuren des Lebens im All
Goldmann Taschenbuch, 2005
(Originalausgabe: 2003), 442 Seiten
ISBN 978-3-442-15343-5


Ein naturwissenschaftlicher Schmöker, der der Frage nach der Einmaligkeit unserer Existenz auf den Grund geht. Sind wir wirklich allein im Universum? Oder könnte sich ähnlich wie auf der Erde auch anderswo im Kosmos Leben entwickelt haben? Und wie könnte dieses Leben aussehen? Im Nachfolger der "Kosmologie für Fußgänger" lenken Lesch und Müller den Blick des Lesers zunächst auf den Mikrokosmos der Atome und versorgen ihn mit dem physikalischen und chemischen Rüstzeug, das er braucht, um nachzuvollziehen, wie das Leben auf der Erde überhaupt entstanden ist. Warum konnte kein zweiter Planet in unserem Sonnensystems Leben hervorbringen? Mit welchen Methoden versuchen Wissenschaftler, außeridisches Leben draußen im All zu entdecken? Das spannend geschriebene, auch für Einsteiger gut verständliche Sachbuch beantwortet all diese und eine Fülle anderer Fragen und liefert zugleich interessante Denkanstöße.

Dava Sobel

Galileos Tochter

Eine Geschichte von der Wissenschaft, den Sternen und der Liebe
Berlin Verlag Taschenbuch
2008 (Originalausgabe: 1999), 432 Seiten
ISBN 978-3-8333-0517-7


Galileo Galilei steht im Mittelpunkt dieses erzählenden Sachbuchs von Wissenschaftsjournalistin Dava Sobel, die mit dem Roman "Längengrad" weltweit bekannt wurde. Auf spannende Art wird dokumentiert, wie sehr sich der Begründer des naturwissenschaftlichen Weltbilds und gläubige Christ Galilei gegen seine Zeit und die allmächtige Kirche stemmen musste, um seine bahnbrechenden Erkenntnisse zu verbreiten und zu verteidigen. Galileis Lebenswerk spiegelt sich in der innigen Beziehung zur klugen Tocher Maria Celeste. Die 124 Briefe, die sie ihrem Vater aus dem Kloster schrieb, ergänzen das Porträt des großen Forschers und Astronomen durch eine neue Perspektive und rücken ihn so in die nächste Nähe des Lesers. Wissenschaftsgeschichte als packender Roman: ein Tipp auch für Geschichtsinteressierte.

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