Kosmischer Bauplan

Teil II: Auszüge aus dem Chat mit den beiden Autoren


Frage: Die drei Pyramiden wurden nach dem Abbild der Sterne gebaut. Hat man an den andern Punkten des Sternenbildes mal nachgeschaut, was dort möglicherweise verborgen ist?


Luise Wagner: In Ägypten gibt es noch mehr Pyramiden, als die drei berühmten von Gizeh. Dort haben sich keine Übereinstimmungen mit Sternbildern finden lassen.



Frage: Wenn die Sphinx vor circa 10.000 Jahren in ihr eigenes Sternbild geschaut hat, warum ist es dann noch nicht zu einer Theorie mit einem Löwenkopf gekommen, der erst später geändert wurde.


Peter Glaser: Theorien, die sich auf eine Zeit vor 10.000 Jahren beziehen, kranken an einem Problem: die alten Ägypter kannten das, was wie heute unter Tierkreis verstehen, gar nicht. Der Tierkreis aus dem Tempel im ägyptischen Dendera - aus einer Zeit viele Jahrhunderte nach der Sphinx - zeigt, dass die Ägypter ganz andere Sternenkonstellationen zu Bildern zusammengefasst hatten. Ein Löwe-Sternbild kannten sie nicht.



Frage: Sind alle religiösen Stätten und alle Städte aus der damaligen Zeit nach Sternbildern strukturiert?


Glaser: Die Ausrichtung nach Sternen - außer vielleicht der Sonne oder den Himmelsrichtungen - ist bei vielen ägyptischen Bauwerken ja gar nicht gegeben bzw. nur eine hypothetische Annahme. Es gibt keine durch die Jahrhunderte durchgeführte Orientierung. Wichtig ist allerdings oft die Ausrichtung auf den Sirius, den Polarstern. Jedes Jahr begannen, kurz nachdem der Sirius das erste mal über dem Horizont zu sehen war, die Nilüberschwemmungen, die für das Überleben der Ägypter von größter Bedeutung waren.



Frage: Cheops wusste nicht, wo Chephren und Mykerinos ihre Pyramiden hinstellen werden. Wie sollte da ein Zusammenhang mit dem Gürtel des Orion bestehen?


Glaser: Der Zusammenhang ist tatsächlich fraglich. Höchstwahrscheinlich wurden die Bauplätze von den bodenkundigen Ägyptern danach gewählt, dass dort Felsfundamente liegen, welche die ungeheuren Steinmassen tragen können, die darauf errichtet werden sollten. Zwischen den Pyramiden befinden sich Geländemulden, die mit Mergel und weichem Material gefüllt sind und die Bauwerke absacken hätten lassen. Sind die Bilder der Kratergesichter vom Mars echt?

Wagner: Die Bilder sind echt. Nur ist es eine Frage der Interpretation, was man darauf erkennt. Es ist ein Spiel von Licht und Schatten, das die Phantasie beflügelt

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