Kriegsvorbereitungen in Friedenszeiten

Geschickter Umgang mit Pfeil und Bogen

Aus dem schmächtigen Jungen ist ein stattlicher Mann geworden. Temüdschin ist jetzt der Anführer einer kleinen Heerschar. Und zum ersten Mal beweist der junge Kämpfer jenes diplomatische Geschick, das ihn später zum Führer aller Mongolen machen wird - zum Khan.

Temüdschin sucht und findet seine Verlobte Börte wieder und macht sie zu seiner Frau. Und Temüdschin versteht, dass man in der Steppe nur überleben kann, wenn man mächtige Verbündete hat.

Vereinigung des Clans

Er schließt sich To'oril, dem Kahn der Kereiten, an. To'oril war einst Kampfgenosse und Schwurbruder seines Vaters. Die Gunst des Kereitenführer ist ihm sicher: "Da du in früheren Tagen mit meinem Vater Schwurbrüderschaft geschlossen hast, bist du meinem Vater gleich. Und so bringe ich dir, nachdem ich eine Frau heimgeführt habe, das Geschenk für die Bräutigamseltern." To'oril verspricht, Temüdschins sehnlichsten Wunsch zu erfüllen und seinen Clan wieder zu vereinen.


In seinem neuen Lager bekommt Temüdschin Zulauf von jungen, tatendurstigen Männern, die er zu perfekten Kriegern ausbilden lässt. Als Anreiz für unbedingten Gehorsam verspricht er Raubzüge, die reiche Beute bringen. Hier lernen die Reiter auch jene Taktik, die sie den westlichen Heeren so überlegen macht: Sie sind die ersten und einzigen Soldaten, die ihren Bogen in vollem Galopp auch nach hinten abschießen können.

Beschaulicher Alltag



In Friedenszeiten ist der Alltag in einem mongolischen Lager beschaulich, dennoch werden ständig Vorbereitungen für den Krieg getroffen. Die Frauen scheren die Schafe, kümmern sich um die Jurte, die Wagen und das Kleinvieh. Die Männer reparieren das Sattelzeug oder trocknen Fleisch als Notration für die langen Kriegszüge.

Mit größter Sorgfalt kümmern sich die mongolischen Männer aber vor allem um die Zubereitung von Airak, ihrem Lieblingsgetränk aus vergorener Stutenmilch. Der Trank zeigt seine Wirkung und immer wieder kommt es unter den Mongolen zu manch wildem Raufhandel und sogar zu erbitterten Stammesfehden.

Wunderwaffe Reflexbogen

In einfachen Essen schmieden die Mongolen ihre gefürchteten Schwerter. Besonderes handwerkliches Geschick erfordert aber die Herstellung jener Wunderwaffe, die die mongolischen Reiter allen anderen Heeren überlegen macht. Der Reflexbogen wird in langwieriger Arbeit hergestellt.



Die Bogenmacher verkleben mehrere Lagen aus verschiedenen Holzarten. Durch Hornstücke verstärkt, hat der Bogen eine viel größere Schnellkraft als die in Europa gebräuchlichen Langbögen. Mit geschmiedeten Eisenspitzen ist er eine tödliche Waffe. Zwei Männer sind nötig, um den Bogen, der gegen seine natürliche Krümmung gespannt werden muss, mit einer Tiersehne zu belegen. Ein Pfeil von dieser Waffe abgeschossen, kann selbst Kettenhemden durchschlagen, und in Verbindung mit ihren kleinen ausdauernden Pferden macht er das Mongolenheer nahezu unschlagbar.

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