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Kult um Attila

Charismatischer Kriegsführer

Mit dem Tod des hunnischen Großkönigs Ruga übernahmen zwei Brüder die Herrschaft: Bleda und Attila. Kurz nach ihrem Machtantritt tötete Attila seinen Konkurrenten. Eine gemeinsame Regentschaft hätte traditionell auch eine Teilung des Reiches bedeutet. Dies wollte der Emporkömmling um jeden Preis verhindern.

Attila strebte durch die Ermordung seines Bruders die Alleinherrschaft über die Hunnen und die unterworfenen Völker an. Dabei war natürlich für ihn von Interesse, sein Herrschaftsgebiet möglichst weit auszudehnen. Der neue Anführer forderte von seinem Gefolge einen uneingeschränkten Treueschwur. Nur so konnte er seine Politik erfolgreich durchsetzen.

Glaube und Kult

Attila baute auf zwei Punkte: den alten Glauben, der tief in der Bevölkerung verwurzelt war, und auf einen Personenkult, der sich um ihn selbst als charismatischen Kriegsführer drehte. Die Quellen erzählen, dass in den Steppen ein Schwert gefunden wurde, das für das Schwert des Gottes Mars gehalten wurde, dem Gott des Krieges. Mit diesem Schwert besaß Attila eine Art Naturgewalt, die ihm stets den Sieg garantierte.

Das Schwert nahm im Leben der Hunnen einen besonderen Stellenwert ein. Im Nahkampf war es ihre wichtigste Waffe. Es konnte Untergang oder Sieg bedeuten. In hunnischen Gräbern wurden zusammen mit Schwertern goldene Amulette gefunden. Mit den Amuletten versuchten die Hunnen, ihre wichtigste Waffe nach dem Reflexbogen zu schützen. Mit einem Lederband wurde das Amulett an der Schwertscheide befestigt. Und sollte so das Schwert schützen und dem Krieger Sicherheit und Kraft verleihen. Es diente damit der Übel-Abwehr und der Stärkung der eigenen Kräfte.

Hohe Tribute

Edelsteinamulette, Gefäße aus purem Gold - der Reichtum der Nomaden war nur durch ihre erfolgreiche Machtpolitik möglich. Eine der wichtigsten Quellen für das Edelmetall war das Oströmische Reich. Die ständige Bedrohung der Hunnen zwang Kaiser Theodosius zu hohen Tributen. Jährlich bezahlte er 350 Pfund Gold. Als Attila an die Macht gelangte, erhöhte er die Forderung um das Dreifache, denn er und seine Streitkräfte brauchten viel Geld.






Attilas Eroberungspolitik kannte keine Grenzen. Nicht ein einziger Ort auf seinem Weg zum Erfolg schien vor seinen Männern sicher. Auch befestigte Städte boten keinen Schutz mehr.

Von einem Zeitgenossen ist überliefert, dass Attila im Jahre 447 nach Christus über sechzig befestigte Orte eroberte. "Attila," so ein römischer Geschichtsschreiber, "legte nahezu ganz Europa in Schutt und Asche.

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