Leben im Dschungel (2/3)

Völker in den tropischen Regenwäldern

Kaum eine Lebensregion ist so geheimnisvoll, undurchdringlich und menschenfeindlich wie der Dschungel. Und doch sind die tropischen Regenwälder die Lebensgrundlage vieler indigener Völker in Südamerika, Afrika und Asien. Die zweite Folge des Dreiteilers "Planet der Menschen" präsentiert ungewöhnliche Geschichten von Kulturen aus Lebensräumen im Dschungel.

Der Dschungel lässt sich nicht zähmen, und er bestraft die, die seine Gesetze missachten. Die Dokumentation spürt Menschen auf, die das Geheimnis kennen, wie man in dieser bedrohlichen Welt überlebt. Es ist ein filmischer Streifzug zu Völkern, die den wilden Regenwald auf ungewöhnliche Weise zu ihrem Zuhause gemacht haben.

Noch rund 100 unberührte Volksstämme

Bei einem Flug über ein Urwaldgebiet Brasiliens gelingen dem Kamerateam sogar Bilder einer Volksgruppe, die noch nie zuvor Kontakt zur Außenwelt hatte. Weltweit, so schätzt Survival International, gebe es noch etwa 100 unberührte Stämme - die meisten von ihnen in Brasilien und Peru. Die riesigen noch unerforschten Waldgebiete sind die einzigen Lebensräume der Erde, in denen ganze Gemeinschaften unentdeckt bleiben können.

Die filmische Reise beginnt in West Papua, der Heimat des kleinen Volkes der Korowei. Es lebt im schwer zugänglichen Dschungelgebiet isoliert von der Außenwelt und noch so wie seine Vorfahren vor vielen tausend Jahren. Diese ungewöhnliche Gemeinschaft hat sich perfekt an die menschenfeindlichen Bedingungen angepasst. Das Besondere: Bis heute leben die Familien in bis zu 50 Meter hoch gelegenen Baumhäusern. So sind sie gegen wilde Tiere, Parasiten, Angriffe feindlicher Clans und Überschwemmungen geschützt. Die Behausungen sind vollständig ohne Seile und Nägel errichtet.


Leben in schwindelnder Höhe

Den Teams ist es gelungen, das Vertrauen der Korowei zu gewinnen und den Bau und das Leben in den schwindelnden Höhen der Bäume hautnah zu dokumentieren. Ähnlich abenteuerlich war der Einsatz im Kongo-Becken. Männer eines Pygmäen-Volkes riskieren ihr Leben, um Honig aus den Nestern in den Wipfeln der Baumriesen zu sammeln.

Die Kameraleute drangen auch tief in die Urwaldregionen Lateinamerikas vor, um die Einzigartigkeit vieler Völker zu zeigen, die im Einklang mit der Natur atemberaubende Lebenswege eingeschlagen haben. Wie friedlich Menschen mit ihrer Umwelt umgehen können, erlebte das Filmteam bei den vermutlich letzten nomadischen Jägern und Sammlern in Brasilien, dem Volk der Awa.


Im Einklang mit der Natur

Brücke aus Wurzeln eines Feigenbaums
Indien/Meghalaya: Brücken aus den Wurzeln von Feigenbäumen Quelle: ZDF/Timothy Allen

In einer engen Gemeinschaft mit Tieren existieren auch die Awa ohne Kontakte zur Außenwelt. Ihr Überleben ist inzwischen akut durch Holzfäller bedroht, die immer tiefer in den Regenwald vordringen und den letzten Teil des Waldes dieser Nomaden zerstören. Der weitgehend illegale Kahlschlag ist die größte Bedrohung für die tropischen Regenwälder und der beheimateten indigenen Völker.
Im Dschungel des indischen Bundesstaates Assam nahe der Grenze zu Myanmar zeigt der Film, wie es auch anders geht. Ein fünfeinhalb Tonnen schwerer Elefantenbulle transportiert die gefällten Bäume ab. Sein Mahut, ein indischer Junge, lenkt ihn mit über hundert verschiedenen Befehlen.


HD-Dreiteiler: Wasser, Wüste, Dschungel

Terra X präsentiert in drei neuen Folgen die Höhepunkte des achtteiligen BBC-Formates, das bereits bei ZDFneo zu sehen war. Unter den Titeln "Leben am Wasser", "Leben in der Wüste" und "Leben im Dschungel" sind die ungewöhnlichsten Geschichten aus den extremen Lebensräumen zusammengefasst.

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